Ralf Denk: „Das beste Team NetApp, das wir jemals hatten.“

In diesem Jahr geht Team NetApp in seine dritte Saison. Im Interview spricht Team Manager Ralph Denk über die ersten Rennen der Saison und die sportlichen Ziele für 2012. Welches sind die ersten Rennen für Team NetApp in 2012? Das Team startet mit der Tour de San Luis in Argentinien im Januar, danach geht es [...]

In diesem Jahr geht Team NetApp in seine dritte Saison. Im Interview spricht Team Manager Ralph Denk über die ersten Rennen der Saison und die sportlichen Ziele für 2012.

Welches sind die ersten Rennen für Team NetApp in 2012?
Das Team startet mit der Tour de San Luis in Argentinien im Januar, danach geht es weiter zur Mallorca-Challenge und zu den ersten belgischen Klassikern Omloop Het Nieuwsblad und Kuurne-Brüssel-Kuurne. Zusätzlich zu diesen Rennen erwarten wir noch Zusagen von Rennveranstaltern in Spanien und Italien. Wenn das noch klappen sollte, hätten wir wirklich einen fantastischen Saisonauftakt.

Mit welchen Erwartungen geht das Team bei den ersten Rennen im Januar und Februar an den Start?
In Argentinien steht gleich ein hochkarätiges Feld mit fünf WorldTour-Mannschaften am Start. Wir treffen unter anderem auf Contador und Nibali. Unsere Fahrer werden ein anspruchsvolles Ziel im Gepäck haben, denn wir wollen Jerome Baugnies in der Gesamtwertung unter die Top 10 bringen. Auf sieben Etappen gibt es zwei Bergankünfte und ein 19 km langes Zeitfahren. Dieses Profil kommt ihm sehr entgegen.

Da die Mallorca-Challenge im Prinzip aus fünf Eintagesrennen besteht, konzentrieren wir uns eher auf die Sprints. Andre Schulze und Daniel Schorn können dort bereits erste Achtungszeichen setzen.

Wenn alles nach Plan läuft, dann sollten Markus Eichler, Timon Seubert und Jerome Baugnies bei den ersten Klassikern im Februar in einer guten Frühform sein. Hier ist das Ziel, dass wir uns deutlich erfolgreicher präsentieren, als in der vergangenen Saison.

Welches sind die großen sportlichen Ziele in diesem Jahr?
Wir wollen natürlich bei allen Rennen bei denen wir antreten gute Ergebnisse abliefern. Im letzten Jahr haben wir gute Podiumplatzierungen eingefahren, in diesem Jahr wollen wir Siege!

Und das Team will sich weiterentwickeln. Nach drei WorldTour-Rennen in 2011 wünschen wir uns auch in dieser Saison das Wohlwollen der Veranstalter. Wir hoffen auf Einladungen zu großen Klassikern, wie Paris-Roubaix, Flandern-Rundfahrt oder Gent-Wevelgem. Das wären enorme Ziele für unsere Klassiker-Fahrer.

Bei den Rundfahrten würde das für den Giro aber auch für die Volta Catalunya, die Tour de Suisse oder die Tour de Pologne gelten. Eine Einladung zum Giro wäre ein absolutes Highlight. Wir trauen uns zu, im dritten Jahr der Teamgeschichte eine Grand Tour zu fahren. Jetzt liegt es in den Händen der Veranstalter, ob sie uns die Chance dazu geben.

Beim Trainingslager in Lanzarote haben sich alle Fahrer zum ersten Mal als neues Team NetApp zusammengefunden. Was hatten Sie für einen Eindruck von der Stimmung im Team?
Ich war überrascht, wie schnell sich die Neuzugänge integriert hatten. Das neue Team harmoniert nicht nur auf der persönlichen Ebene, sondern auch im Training.
Ich habe das Gefühl, es ist das beste Team NetApp, das wir jemals hatten.

Was hat sich bei Team NetApp im Vergleich zum Vorjahr verändert?
Das sportliche Niveau ist deutlich gestiegen. Viele Fahrer aus dem letzten Jahr haben einen enormen Schritt in ihrer Entwicklung gemacht. Dazu kommen neue Fahrer, die wir ganz gezielt mit ihren Erfahrungen, ihren Erfolgen und ihrem Potenzial verpflichtet haben.

Eine sehr sichtbare Veränderung ist, dass wir jetzt Rennfahrer im Team haben, die deutlich mehr Reife ausstrahlen. Ältere Fahrer, wie Andre Schulze und Markus Eichler, sind seit mehr als 10 Jahren im Peloton unterwegs. Aber auch junge Fahrer, wie Matthias Brändle oder Jerome Baugnies, haben schon Erfahrungen bei großen Rennen gesammelt. Davon muss das ganze Team profitieren.

Von welchem Fahrer versprechen Sie sich in dieser Saison am meisten?
Bei den Neuverpflichtungen liegt eine große Erwartungshaltung bei Jerome Baugnies und Matthias Brändle. Ich glaube, dass Jerome Baugnies bei den Klassikern den Durchbruch schaffen kann. Er ist in Lüttich-Bastogne-Lüttich und beim Amstel Gold Race schon unter die Top 25 gefahren und da ist noch deutlich mehr drin. Ich bin mir sicher, er wird Ergebnisse liefern.

Genauso Matthias Brändle. Er war bei der letzten Vuelta ein bärenstarker Helfer und hat seinen Anteil am Sieg von Cobo gehabt. Diese Unterstützung ist für unsere Rundfahrer ein enormer Vorteil. Darüber hinaus wird Matthias Brändle jetzt sicher auch seine Chance suchen, auf eigene Rechnung zu fahren.

Diese Beispiele zeigen, dass wir mit jedem unserer 17 Fahrer ein Saisonziel ausgemacht haben. Jeder weiß, was wir erwarten. Jeder hat seine Rolle. Jeder ist ehrgeizig und will sich permanent verbessern.

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