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Simon Geschke: „In den Bergen will ich etwas probieren“

Simon Geschke startet in Brüssel in seine siebte Tour de France. Mit seinem Team CCC will der Tour-Etappensieger von 2015 ein offensives Rennen zeigen.


Simon, Du startest am Samstag bereits in deine 7. Tour de France – bist du dennoch etwas  aufgeregt?

 Ja, aufgeregt bin ich immer noch, auch bei der siebten Tour de France. Es ist das größte Rennen im Jahr und es geht schon beim Packen los, dass man keinen Fehler machen will. Wir reisen bereits vier Tage vor Start an und da geht das in Sachen Aufregung noch, aber so ab der Teampräsentation kribbelt es dann etwas auch bei mir im Bauch, auch wenn ich schon zu den erfahreneren Profis zähle.

 

Du startest in diesem Jahr beim Team CCC mit Greg van Avermaet ins Rennen, der im vergangenen Jahr mehrere Tage das Gelbe Trikot trug – mit welchen Erwartungen geht ihr dieses Jahr an den Start?

Greg hat schon mehrfach in seiner Karriere das gelbe Trikot getragen und auch in diesem Jahr besteht die Chance. Es ist schon eines unserer Ziele, dass wir mal für ein paar Tage ein Wertungstrikot tragen können. Das Gelbe Trikot im Team zu haben wäre großartig, aber auch das Bergtrikot wäre toll. Wir werden als Team auch ohne Mann für die Gesamtwertung versuchen, uns in Szene zu setzen und da wäre es natürlich toll, mal ein Trikot zu erobern.

 

In den vergangenen Jahren warst du meist Helfer  – gibt es für dich in diesem Jahr mehr Freiheiten, vielleicht auch selbst auf Etappenjagd zu gehen?

Stimmt, in den vergangenen Jahren musste ich meist an der Seite von Tom Dumoulin bleiben, um ihn zu unterstützen oder da zu sein, falls er mal einen Defekt hat. Bei CCC liegt kein Fokus auf der Gesamtwertung und so können wir gerade bei den schwereren Etappen mal in Ausreißergruppen gehen. Aber auch 2019 werde ich Helferdienste verrichten, denn wir haben mit Greg einen Fahrer dabei, der bei einigen Etappen Top-Platzierungen holen kann. Dabei wollen wir ihn natürlich zu 100% unterstützen. Bietet sich die Chance in den Bergen, will ich natürlich auch mal etwas probieren.

 

Ihr habt einige Fahrer, die vor allem aus Fluchtgruppen erfolgreich sein können – wie sprecht ihr euch da ab, wer in die Gruppe geht?

Das ist nicht so einfach. Vor allem bei den Etappen, wo viele Fahrer in der Gruppe sein wollen und zu Beginn Attacke auf Attacke folgt. Aber manchmal kann es auch gut sein, wenn mehrere Fahrer des Teams dabei sind. Ich war mal in einer Gruppe mit 48 Fahrern unterwegs, da ist es dann wichtig, mit mehreren Fahrern vertreten zu sein. 

 

Hast du dich in den vergangenen Tagen häufiger an deinen Sieg vor vier Jahren erinnert, als du aus einer Fluchtgruppe die schwere Etappe nach Pra-Loup gewinnen konntest?

Der Sieg nach Pra-Loup motiviert mich natürlich immer noch, auch wenn es nun schon ein paar Jahre zurückliegt. Das war kein Tag, wo ich morgens aufgestanden bin und wusste: das wird mein Tag. Es war eine Etappe, wo eine Gruppe die Chance hat, durchzukommen und man nicht genau wusste, was passiert. Solche Tage gibt es bei jeder Tour de France, auch in diesem Jahr. Ich konnte damals in der Gruppe mitgehen und hatte den richtigen Riecher für die Taktik – das war einfach ein perfekter Tag, an den ich immer wieder denke.

 

Worauf freust du Dich am meisten, was ist das Besondere der Tour?

Das Besondere der Tour sind die Fans und ist die Stimmung an der Strecke. Wenn man dort in einer Ausreißergruppe unterwegs ist, das ist unglaublich. Man merkt natürlich, welchen Stellenwert die Tour hat und dass dort auch die Leute vor dem Fernseher sitzen, die sonst vielleicht weniger Radsport schauen. Das mit dem Freuen ist so eine Sache, denn es werden drei richtig harte Wochen. Aber die vielen Zuschauer machen es schon etwas einfacher, darauf freue ich mich wirklich.

 

Gerade auf den ersten Etappen geht es meist sehr hektisch zu, macht es das besonders anstrengend?

Ja, die ersten Etappen sind immer sehr stressig. In diesem Jahr ist es für uns etwas besser, denn wir haben keinen klaren Kapitän für die Gesamtwertung. So können wir uns zu Beginn etwas raushalten, aus dem Stress an der Spitze des Feldes. Denn die Teams, die um die Gesamtwertung fahren, wollen ihren Kapitän immer vorn halten. 

 

Das ist vor allem mental anstrengend.

Ja, genau. Das wird sehr oft unterschätzt. Sich wirklich drei Wochen lang fünf Stunden voll zu konzentrieren, ist nicht leicht. Wir können zumindest in der ersten Hälfte der Etappe etwas mentale Energie sparen. Im Finale ist das dann natürlich ganz anders.

 

Die Tour startet in Brüssel, führt in die Vogesen, ist also Deutschland sehr nahe – rechnest du mit vielen Fans aus der Heimat?

Ja, vor allem auf den Tag nach Colmar freue ich mich besonders. Es ist ja auch von Freiburg nicht weit und viele meiner Freunde werden vorbei kommen. Dazu ist die Etappe sportlich sehr interessant. Ich bin die Strecke komplett abgefahren und es könnte auch etwas für Greg sein. Das wird ein toller Tag und ich hoffe auf viele deutsche Fans.

 

Was kann man über dieses Mega-Event nur dann wissen, wenn man die Tour de France selbst gefahren ist?

Die Leute denken immer, dass wir bei der Tour de France residieren wie die Fußballnationalmannschaft bei der WM. Dabei kommt es häufiger vor, dass man das Hotel auf die Liste setzt, wo man selbst nie Urlaub machen wollte. Also wer denkt, wir würden da von Fünf-Sterne-Hotel zu Fünf-Sterne-Hotel reisen, der irrt gewaltig.

 

Ihr habt als Team keinen Fahrer dabei, der in der Gesamtwertung ganz weit vorn landen kann, verfolgst du dennoch den Kampf um Gelb intensiv?

Auf jeden Fall, ich bin ja nicht nur Profi, sondern auch Fan. Auch wenn ich zu Hause bin, schaue ich mir die Rennen im Fernsehen an. 

 

Wer ist für dich der Top-Favorit?

Mmmh, schwierig. Ich denke schon, dass Egan Bernal zu den Stärksten gehört. Aber ich hoffe vor allem, dass alle Favoriten sturzfrei durchkommen und es ein offenes und spannendes Rennen gibt. 


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