Geraint Thomas, Team Sky

Geraint Thomas beim E3 Harelbeke 2015 (Foto: Roth-Foto)

Viel besser kann ein Frühjahr nicht laufen: Sieger bei E3 Harelbeke, Platz 3 bei der vom Winde verwehten Auflage von Gent-Wevelgem und vorher schon der Gesamtsieg bei der Algarve-Rundfahrt sowie Platz fünf in der Endabrechnung von Paris-Nizza. Topform heißt im Frühjahr 2015 Geraint Thomas. Und auch wenn die Ronde eben die Ronde ist – der 28 Jahre alte Brite ist nach dem Ausfall von Cancellara, Boonen und Co. der Sieganwärter Nummer eins.

Sep Vanmarcke, LottoNL-Jumbo

Sep Vanmarcke bei E3 Harelbeke 2015 (Foto: Roth-Foto)

 

Platz zwei in Roubaix 2013, Dritter der Flandern-Rundfahrt 2014 und eine Woche später Platz vier in Roubaix – Sep Vanmarcke war in den beiden vergangenen Jahren immer nah dran am ganz großen Wurf. Diesmal soll es kein „knapp vorbei“ mehr geben. Vanmarcke, 26, stammt aus Kortriijk, er kennt jede Straße in Flandern. Das ist von Vorteil – einerseits. Andererseits erhöht das den Druck. Die Hoffnungen der Belgier ruhen nach dem Ausfall von „Tomecke“ in erster Linie auf Vanmarcke.

Niki Terpstra, Etixx-Quick Step

Niki Terpstra bei GENT-WEVELGEM 2015 (Foto: Roth-Foto)

Richtig zufriedenstellend ist die Klassikersaison für Etixx-Quick Step bisher nicht gelaufen – zumindest gemessen an den eigenen Maßstäben, die als Einheit nur Siege kennt. Jetzt gilt es: Niki Terpstra, Roubaix-Sieger 2014 geht als Nummer eins der Klassiker-Equipe in die große Kopfsteinpflaster-Woche. Der 30 Jahre alte Niederländer war zuletzt zwei Mal nahe dran. Bei Het Nieuwsblad und Gent-Wevelgem landete er am Ende auf Rang zwei. Und zur Not hat Etixx-Quick Step ja noch Zdenek Stybar.

Greg Van Avermaet, BMC

Greg van Avermaet bei MAILAND - SAN REMO 2015 (Foto: Roth-Foto)

Zieht man vom Vorjahresergebnis der Ronde den jetzt verletzten Sieger Fabian Cancellara ab, bekommt man als Ergebnis: Greg van Avermaert. Eine einfache Rechnung. Aber leider ist Radsport-Mathematik ein bisschen komplizierter. Dennoch gehört Van Avermaert natürlich zu den Sieganwärtern. Die Frage ist allerdings, wie gut er sich von seinem spektakulären und mit Sicherheit schmerzhaftem Sturz bei E3 Harelbeke erholt hat. Seine Form jedenfalls war vor dem Crash ausgezeichnet.

John Degenkolb, Giant-Alpecin

John Degenkolb bei GENT-WEVELGEM 2015 (Foto: Roth-Foto)

Das Frühjahr war schon ein Erfolg. Alles was noch kommt, ist ein Bonus. Nach dem Sieg bei Mailand-San Remo wird John Degenkolb trotzdem nicht die Beine hochnehmen. „Dege“ hat ein Auge auf die Ronde geworfen. Der 26-Jährige hat an seinem Körpergewicht gefeilt, um etwas leichter über die Hellinge zu kommen. Schon 2014 hat sich gezeigt: Auch in Flandern kann er taktisch die richtigen Entscheidungen treffen. Am Ende fehlte lediglich die Kraft. Und wenn’s nicht klappt, bleibt ja noch Roubaix.

Der Außenseiter:

Jelle Wallays, Topsport Vlaanderen

Jelle Wallis bei QUER DURCH FLANDERN 2015 (Foto: Roth-Foto)

Dass in Flandern nicht immer nur einer der Favoriten gewinnt, hat zuletzt Nick Nuyens bewiesen. Der Belgier siegte bei einer aufregenden Ausgabe der Ronde 2011. Jelle Wallays hat auch schon gezeigt, dass er in der Lage ist, Überraschungssiege zu landen. Im Oktober trickste der 25-Jährige den alten Hasen Thomas Voeckler im Finale von Paris-Tours aus. Vor zwei Wochen gewann er Dwars door Vlaanderen. Die Ronde ist ein anderer Schnack, klar. Aber Nuyens hatte 2011 auch niemand auf dem Zettel.

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