Alejandro Valverde (Movistar) hat den 79. Flèche Wallonne gewonnen. Der Spanier setzte im Sprint gegen Julian Alaphilippe (Etixx-Quickstep) und Michael Albasini (Orica-Greendege) durch und feierte nach 2006 und 2014 seinen dritten Sieg beim Wallonischen Pfeil. Es war eine recht große Gruppe, die gemeinsam den bis zu 26% steilen Schlussanstieg in Angriff nahm. Das Tempo wurde immer weiter erhöht und Valverde sprintete schließlich von der Spitze weg ungefährdet zum Sieg.

 

So lief das Rennen

Vom Start weg gab es sofort Attacken und es dauerte weniger als 20km, ehe die Fluchtgruppe des Tages stand. Thomas De Gendt (Lotto Soudal), Mike Teunissen (LottoNL-Jumbo), Brice Feillu (Bretagne-Séché Environnement), Jérôme Baugnies (Wanty – Groupe Gobert), Reinier Honig (Roompot), Daniele Ratto (UnitedHealthcare) und Pieter Vanspeybrouck hatten schnell einige Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld herausgefahren. Der maximale Vorsprung der Ausreißer betrug knapp acht Minuten. Doch so richtig gut harmonierten die sieben Spitzenreiter nicht und mehr als 60km vor dem Ziel begannen die Versuche die Gruppe zu sprengen. Thomas De Gendt machte in den Anstiegen immer wieder das Tempo und gut 56 Kilometer vor dem Ziel, im Anstieg zur Côte de Bellaire mussten Honig und Teunissen reißen lassen.

 

Movistar und Katusha machen die Nachführarbeit

Fünfzig Kilometer vor dem Ziel war der Vorsprung der verbliebenen fünf Ausreißer auf unter drei Minuten gesunken. Im Hauptfeld machten vor allem Movistar und Katusha die Nachführarbeit, auch Etixx-Quickstep beteiligte sich. Bei der vorletzten Passage der Mur de Huy wurde die Fluchtgruppe noch einmal kleiner. Im Anstieg setzte sich Baugnies ab, De Gendt konnte aufschließen und sie gingen zusammen auf die letzten 30 Kilometer.

 

Chris Froome vom Sturz gekennzeichnet (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Chris Froome vom Sturz gekennzeichnet (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Favoriten von Stürzen ausgebremst

Die Mitfavoriten Daniel Martin (Cannondale-Garmin), Jelle Vanendert (Lotto-Soudal) und Philippe Gilbert (BMC) konnten in den Kampf um den Sieg nicht eingreifen. Martin stürzte mehr als 90 km vor dem Ziel, kurz vor der ersten Passage der Murr. Der Ire konnte aber weiterfahren. Philippe Gilbert erwischte es etwas schwerer. Der Belgier wurde gut 50 km vor dem Ziel in einen Sturz verwickelt und musste das Rennen aufgeben. Ebenso Jelle Vanendert (Lotto-Soudal), der rund 30 km vor dem Ziel zu Fall kam und aufgab. Auch Chris Froome (Sky) stürzte im Finale. Der Toursieger von 2013 konnte das Rennen aber beenden.

 

Erneut der Stärkste an der Mur de Huy – Alejandro Valverde
An der Mur de Huy nicht zu schlagen – Alejandro Valverde (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Das Finale

Im Hauptfeld nutzten Luis Leon Sanchez (Astana) und Giovanni Visconti (Movistar) den vorletzten Aufstieg zur Mur de Huy um sich abzusetzen. Die Beiden schlossen schnell zur Spitze auf, während im Feld Etixx-Quickstep und Katusha arbeiteten und den Vorsprung unter 30 Sekunden hielten. Im drittletzten Anstieg, der Côte d’Ereffe 18 km vor dem Ziel schüttelten Sanchez und Visconti ihre Begleiter, die bereits den ganzen Tag an der Spitze fuhren, ab und fuhren zu zweit in Richtung Huy.

Im vorletzten Anstieg des Tages, dem neu ins Programm genommenen Côte de Cherave, machte zunächst Tony Martin für seinen Kapitän Michal Kwiatkowski (Etixx-Quickstep) das Tempo. Dann attackierte Vincenzo Nibali (Astana), doch der Italiener kam nicht entscheidend weg. Die beiden Spitzenreiter Sanchez und Visconti wurden kurz vor dem Gipfel eingeholt, das Tempo war kurz raus und dies nutze Tim Wellens (Lotto-Soudal) zur Attacke. Mit knapp 14 Sekunden Vorsprung ging Wellens auf die letzte 1000 Meter und wurde in der Mur wieder eingeholt. So gingen die Favoriten gemeinsam auf die letzten, sehr steilen 500 m.