Michael Matthews (Foto: Roth&Roth; Roth-Foto.de)
Michael Matthews (Foto: Roth&Roth; Roth-Foto.de)

Rosa gewinnt: Der Australier Michael Matthews hat die 3. Etappe des Giro d’Italia von Rapallo nach Sestri Levante im Sprint für sich entschieden und behält damit auch das Rosa Trikot des Gesamtführenden.
Pozzovivo stürzt schwer
Die mit 136 Kilometern kurze, aber knackige Mittelgebirge-Etappe wurde von einem schweren Sturz des Mitfavoriten Domenico Pozzovivo überschattet. Dem Italiener rutschte auf der Abfahrt des Barbagelata das Vorderrad weg. Pozzovivo schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf, blieb zunächst regungslos liegen und wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert. Nach ersten Informationen war er aber bei Bewusstsein und ansprechbar. Lebensgefahr besteht demnach nicht. Die Bilder weckten an den tragischen Tod von Wouter Weylandt, der 2011 in der selben Region beim Giro 2011 nach einem Sturz gestorben war.
Zu Beginn des Tages hatte sich eine 25 Mann starke Gruppe gebildet, die mit Marcus Burghardt, Tom Boonen, Diego Ulissi, Philippe Gilbert und Matthews’ Teamkollegen Simon Clarke recht prominent besetzt war. Im Feld über nahm Saxo-Tinkoff schon früh die Kontrolle, so das der Vorsprung nie über zweieinhalb Minuten anwuchs. Am Fuße des Barbagelata, dem zweiten kategorisierten Anstieg 54 Kilometer vor dem Ziel betrug der Vorsprung der Ausreißer nur noch knapp 50 Sekunden.
Clarke markiert Attacken
Auf dem 8,1 Kilometer langen Anstieg zerfiel die Fluchtgruppe, auch das Verfolgerfeld dünnte sich stark aus. Die meisten Sprinter mussten die Segel streichen. Pavel Kochetkov vom Team Katusha sicherte sich mit einer Attacke die Bergwertung und übernahm damit auch das blaue Trikot des besten Bergfahrers. Die Abfahrt nahm der Russe Solo, dahinter folgten mit 21 Sekunden Gilbert, Maciej Paterski, Branislau Samoilau, Ulissi, Adam Hansen, Jesus Lopez Herrada, Johan Esteban Chaves, Clarke, Francesco Gavazzi und Davide Villella.
Drei Kilometer vor dem Ziel hatte das dezimierte Feld jedoch alle Hoffnungen der Ausreißer auf einen Sieg zunichte gemacht. Clarke hatte alle Attacken auf den letzten Kilometern markiert und reihte sich dann in den Zug vor Matthews, der den Sprint souverän vor Fabio Felline (Trek) und Philippe Gilbert gewann.