Paolo Tiralongo (Foto: Roth&Roth; Roth-Foto.de)
Paolo Tiralongo (Foto: Roth&Roth; Roth-Foto.de)

Simon Geschke hat seine Ankündigung wahr gemacht und schaffte es auf der 9. Etappe tatsächlich in die Spitzengruppe. Und nicht nur das: Er beendete das Teilstück über 215 Kilometer von Benevento nach San Giorgio Del Sannio als Dritter hinter dem Tagessieger Paolo Tiralongo und Steven Kruijswijk und trägt am Dienstag auf der 10. Etappe das blaue Trikot des besten Bergfahrers.
Zwei Mal volle Punktzahl 
Elf Fahrer schafften es nach 65 Kilometern in die Spitzengruppe. Geschke hatte durchaus prominente Begleiter. Neben Tiralongo und Kruijswijk (TLJ) hatten auch Ryder Hesjedal, Tom Jelte Slagter (TCG), Carlos Alberto Betancur (ALM), Amaël Moinard (BMC), Jesus Herrada, Kenny Elissonde (FDJ), Maxim Belkov (KAT).
Geschke holte sich bei den beiden ersten Bergwertungen des Tages, dem Monte Termino (2. Kat.) und und dem Colle Molella (1. Kat) die volle Punktzahl – insgesamt 50, was ihm das Blaue Trikot mit elf Zählern Vorsprung auf Benat Intxausti sicherte.
Slagters Solo scheitert
Doch die Zusammenarbeit in der Gruppe war danach vorbei. Slagter attackierte knapp 60 Kilometer vor dem Ziel und machte sich solo auf den Weg. Knapp anderthalb Minuten Vorsprung auf die Verfolger als es in den letzten Anstieg, den Passo Serra ging. Dort setzte Tiralongo zum zweiten Mal dem Solisten an der Spitze nach, diesmal mit Erfolg. Nachdem er zu Slagter aufgeschlossen hatte, nutzte er die letzte Welle knapp fünf Kilometer vor dem Ziel, um dem nun müde werdenden Holländer davon zu fahren und als Solist zum Tageserfolg zu fahren.
Geschke hielt sich derweil in der Verfolgergruppe, die Slagter einsammelte und aus der heraus Kruijswiik ebenfalls noch einmal attackierte, um am Ende Zweiter zu werden. Geschke gewann dahinter den Sprint um Platz drei.
Aru holt eine Sekunde auf
Im Hauptfeld musste Tinkoff-Saxo um Alberto Contador den gesamten Tag die Verantwortung für das Rennen übernehmen und verringerte den Abstand auf die Spitze auf zweieinhalb Minuten, als es in den Passo Serra ging. Dort ergriff einmal mehr der Gesamtzweite Fabio Aru die Initiative. Doch Contador und auch der Gesamtdritte Richie Porte konnten ebenso wie Arus Teamkollege Michael Landa  folgen.
Zum Verlierer des Tages wurde dagegen erneut Rigoberto Uran, der am Ende weitere 46 Sekunden auf Contador einbüßte. Dessen Vorsprung in der Gesamtwertung auf Aru beträgt nun nur noch drei Sekunden, weil er im Schlusssprint des Favoriten-Trios eine Sekunde gut machen konnte.