Alberto Contador vor Fabio Aru und Mikael Landa (Foto: Roth&Roth; Roth-Foto.de)
Alberto Contador (Foto: Roth&Roth; Roth-Foto.de)

Alberto Contador (Tinkoff-Saxo), Rosa Trikot, 60:01:34 h

Der Spanier ist auf dem Weg zum Giro-Sieg wohl kaum noch zu stoppen. Auch in der zweiten Woche fuhr Contador ein souveränes Rennen. Er attackierte seinen schärfsten Widersacher Fabio Aru im Mittelgebirge als dieser gegen Ende der Woche eine Schwächephase hatte. Und als er aufgehalten durch einen Sturz auf der 13. Etappe das Maglia Rosa kurzfristig abgeben musste, holte er sich es am nächsten Tag im Zeitfahren zurück. Es ist nicht davon auszugehen, dass „El Pistolero“ bis zum kommenden Sonntag in Mailand die Patronen ausgehen.

Fabio Aru (Astana), Platz 2, +2’35 Min.

Keine Frage, Fabio Aru hat die stärkste Mannschaft um sich herum. Doch bislang konnte auch Astanas Dominanz Contador nicht in Verlegenheit bringen. Arus Attacken im Mittelgebirge brachten Contador nie in Verlegenheit. Und als er selbst schwächelte, nahm ihm der Spanier seinerseits Zeit ab. Auch aus Contadors Malheur auf der 13. Etappe konnte er letztlich nur wenig Nutzen ziehen. Trotz eines ordentlichen Zeitfahrens verlor er in der Gesamtwertung mehr als zwei Minuten. Aru wird in den kommenden Tagen weiter attackieren. Dass er damit Erfolg haben wird, ist jedoch eher unwahrscheinlich.

Jurgen Van den Broek (Lotto-Soudal), Platz 11, + 10’05 Min.

Fast sechs Minuten büßte Van den Broek auf der ersten Hochgebirgsetappe ein. Einem Terrain, in dem man eher erwartet hatte, dass er seinen fünften Platz würde halten können. Seine Chancen aufs Podium sind seit Sonntag stark gesunken. Der Niefderländer muss nach den bisherigen Eindrücken, eher damit rechnen, noch mehr Zeit zu verlieren.

Ryder Hesyedal (Cannondale-Garmin), Platz 13, + 11’17 Min.

Auch der Kanadier fiel auf der ersten Bergetappe schon früh aus der Favoritengruppe heraus, konnte den Schaden aber in Grenzen halten und verbesserte sich am Ende sogar noch im Gesamtklassement. Wenn Hesjedal weiter so fährt, ist ein Top-10 Platz durchaus noch im Bereich des Möglichen.

Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo), Platz 14, +11’42 Min.

Der 27 Jahre alte Niederländer ist auch in der zweiten Giro-Woche wieder sehr aktiv gewesen und nähert sich Schritt für Schritt einer Top-10-Platzierung. Nach dem fünften Platz im Zeitfahren überzeugte Kruisjwijk auch auf der ersten Etappe im Gebirge. Erst kurz vor dem Ziel musste er Contador und Aru ziehen lassen und kam mit nur 38 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger Mikael Landa als Fünfter ins Ziel. Man darf damit rechnen, dass Kruijsjwijk sich in den kommenden Tagen weiter nach vorne arbeiten wird.

Rigoberto Uran (Etixx-Quick Step), Platz 15, +12’15 Min.

Der Kolumbianer macbte in der zweiten Woche da weiter, wo er in der ersten Woche aufgehört hatte. Ein Sturz auf der 11.Etappe, aufgehalten durch einen weiteren Sturz auf der 13. Etappe, ein missratenes Zeitfahren und ein weiterer Zeitverlust auf der ersten Bergetappe. Ist nicht Urans Giro!

Benat Intxausti (Movistar), Platz 30, +53’46 Min.

Zugegeben, Benat Intxausti wird den Giro nicht mehr mit einer Top-Platzierung beenden. Aber er kann sich das Bergtrikot holen, obwohl wir das ja lieber auf den Schultern von Simon Geschke gesehen hätten. Und wenn es auch mit dem Bergtrikot nicht klappt… Na dann lagen wir eben daneben.

Przemyslaw Niemiec (Lampre-Merida), Platz 32, +57’54 Min.
Bei dem Polen können wir nicht mal das Bergtrikot als Entschuldigung anführen.

Richie Porte (Team Sky), Aufgabe
Der Australier hatte eine gebrauchte zweite Giro-Woche. Erst eine Zwei-Minuten-Strafe, weil er die unerlaubte Hilfe seines Kumpels Simon Clarke im Finale der 10. Etappe annahm, dann in den Sturz auf der 13. Etappe verwickelt, was ihn im Zeitfahren und auf der ersten Bergetappe aussichtlos zurückwarf. Die Konsequenz: Aufgabe am zweiten Ruhetag.

Domenico Pozzovio (Ag2R), Aufgabe
Der Italiener stürzte schon in der ersten Giro-Woche aus dem Rennen.