Die zweite Etappe der Tour de France 2015 ist 166 Kilometer lang und flach. Doch auf dem Weg von Utrecht nach Neeltje Jans lauert auf die Favoriten eine fast größere Gefahr als Berge: der Wind. Die Strecke führt im letzten Teil an der Küste entlang, und sollte es windig sein, könnten sich die gefürchteten Windstaffeln bilden. Dazu kommt, dass alle Teams versuchen ihren Kapitän in sicherer Position zu halten um Stürzen aus dem Weg zu gehen. Die sicherste Position ist nun mal ganz vorn im Feld, so wird es zusätzlich schnell und hektisch.

Vor allem die leichten Bergfahrer fürchten die Windkanten. Kommt es zu einem Riss im Feld, kann man auf einer solchen Etappe schnell einige Minuten und somit die Tour verlieren.

“Wenn der Wind nicht allzu stark ist, passiert bei der Tour meist nicht viel, weil sich immer ein Team findet, dass Kraft investiert und von vorn fährt”, sagt John Degenkolb, der als Klassikerspezialist  keine Probleme mit dem Wind hat. “Es wäre für uns sicher kein Nachteil“, fügt Degenkolb an. “Alle sind nervös, alle haben Angst zu stürzen, man muss auf alles gefasst sein.”

Wir erwarten: Ein nervöses Rennen, in dem die Sprinterteams am Ende die Kontrolle übernehmen und es zu einem Massensprint um den Tagessieg kommt.

Die Favoriten: Mark Cavendish, Andre Geipel, Alexander Kristoff, John Degenkolb