Tony Martin hat die 223,5 Kilometer lange Etappe von Sehring nach Cambrai gewonnen. Der 30-Jährige setzte sich etwa 2 Kilometer vor dem Ziel aus einer größeren Spitzengruppe ab und gewann als Solist. Damit holt sich Martin auch das Gelbe Trikot von Chris Froome. Zweiter wurde John Degenkolb (Giant-Alpecin), Dritter Peter Sagan (Tinkoff-Saxo). “Das ganze Pech der letzte Tage hat sich heute in Glück gewandelt”, sagte Martin kurz nach dem Rennen.

 

 

 

So lief das Rennen

Kurz nach dem Start der Etappe setzten sich vier Fahrer ab. Lieuwe Westra (Astana), Thomas De Gendt (Lotto-Soudal), Perrig Quémeneur (Europcar) und Frédéric Brun (Bretagne-Séché) hatten schnell einige Minuten Vorsprung. Dieser wuchs sogar auf über acht Minuten an, doch je näher das Feld den Pflasterstücken kam, desto schneller wurde es. Als es 120 Kilometer vor dem Ziel auf das erste Pave ging, lag das Feld nur etwas mehr als eine Minute hinter den Ausreißern. Nach dem Pflasterstück nahm das Feld wieder Tempo raus und der Vorsprung wuchs auf knapp drei Minuten. Giant-Alpecin, das Team um John Degenkolb, kontrollierte im Feld das Tempo.

 

Cavendish holt Punkte für Grün

Am Zwischensprint des Tages waren die Ausreißer noch vorn, dort schnappte sich Thomas DeGendt (Lotto-Soudal) die Wertung. Im Feld gewann Mark Cavendish (Etixx-Quickstep) vor Brian Coquard (Europcar), Andre Greipel (Lotto-Soudal), John Degenkolb (Giant-Alpecin) und Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) den Sprint um die verbliebenen Zähler.

 

Die 6 Sektoren

Sektor 6:
Als es 46 Kilometer vor dem Ziel auf den ersten der sechs Pave-Sektoren ging, lagen die Ausreißer nur noch wenige Sekunden vor dem Feld. Etixx-Quickstep, LottoNL-Jumbo und Katusha fahren von vorn voll in den Sektor. Dann kommt Tony Martin nach vorn, das Tempo ist extrem hoch, aber das Feld bleibt noch relativ groß.

Sektor 5:
Astana geht erneut mit hohem Tempo von vorn aufs Pflaster. Nibali ist am Hinterrad von Lars Boom und kurz geht eine Lücke vor Chris Froome auf. Doch der Brite ist stark und kann sich vorn behaupten. Nach dem Sektor machen Sky und Etixx-Quickstep das Tempo.

Sektor 4:

BMC führt die Spitze aufs Pflaster, dann macht Astana das Tempo. Wieder hohes Tempo, doch das Feld bleibt zusammen.

Sektor 3:

Vincenzo Nibali setzt sich an die Spitze, John Degenkolb ist an seinem Hinterrad. Alle Fahrer haben zu kämpfen, doch Nibali wird Froome nicht los.

Sektor 2

Erneut hohes Tempo, das Feld wird kleiner, Thibaout Pinot verliert nach Defekt den Anschluss. Saxo-Tinkoff kontrolliert das Rennen.

Sektor 1

Wieder probiert es Vincenzo Nibali. Doch der Italiener wird Froome nicht los. Dann beschleunigt Zdenek Stybar (Etixx-Quickstep) und die Gruppe fällt komplett auseinander. Alberto Contador und auch Nairo Quintana (Movistar) fallen zurück. Froome präsentiert sich sehr stark und bleibt ganz vorn.

Nach dem letzten Pflasterstück ist eine kleine Gruppe mit Froome, Tejay Van Garderen (BMC) und Nibali an der Spitze, auch John Degenkolb ist dabei. Für Froome macht Geraint Thomas das Tempo. Doch die Gruppe ist sich nicht einig, als Thomas aus der Führung geht, und Contador und Quintana können wieder aufschließen. So geht eine große Gruppe, angeführt von Sky-Helfer Thomas auf die letzten 8 Kilometer zum Ziel.

Dann setzt Martin seine Attacke und fährt zum Sieg.

 



Zusammenfassung – Etappe 4 (Seraing > Cambrai… par tourdefrance_de