Die 102. Tour de France ist bislang alles, nur nicht langweil. Die wird sich wohl auch auf dem fünften Teilstück nicht ändern. Die 189,5 Kilometer von Arras nach Amiens führen über welliges Terrain. Doch es sind nicht die kurzen Anstiege, die das Rennen spannend und für die Fahrer unangenehm machen können, sonder erneut das Wetter. Die Strecke führt ins Tal der Somme durch ein offenes, windanfälliges Terrain. Sollte die Vorhersage eintreffen, wird es nass und windig. Böen bis zu 65 km/h werden für den Nachmittag vorhergesagt.  So könnte die eigentlich für die Sprinter prädestinierte Etappe auch für die Klassementfahrer sehr wichtig werden. Vor allem zwischen Rennkilometer 140 und 170 könnten Windkanten entstehen. Sollte sich das Feld teilen, könnten die Abstände auf den letzten 20 Kilometern recht groß werden, weil dort voraussichtlich Gegenwind herrscht – zumindest nach aktuellem Wetterbericht.

Vor allem Tinkoff-Saxo und Sky könnten die Chance nutzen wollen, Quintana und Nibali erneut zu distanzieren, nachdem das auf der zweiten Etappe bei Wind und Regen bereits geklappt hatte. Eines steht jedenfalls fest, sollte es windig sein, ist Hektik garantiert, weil wieder 150 Fahrer versuchen in den ersten 20 Positionen zu fahren.  Für Andre Greipel die nächste Chance auf einen Etappensieg. Doch auch John Degenkolb kommt mit Windkanten und Regen bestens zurecht und wird im Sprint voll reinhalten.

Wir erwarten: Wenn die Prognose eintrifft, ein sehr hektisches Rennen und einige Windstaffeln. Die Sprinter werden am Ende vorn sein, dann entscheidet auch, wer die meisten Helfer dabei hat.

Die Favoriten: Mark Cavendish, Andre Greipel, John Degenkolb, Peter Sagan

 

Karte Etappe 5
Karte Etappe 5