Aus den Pyrenäen führt der Weg gen Nord-Osten. Die 198, 5 Kilometer von Muret nach Rodez bieten das perfekte Terrain für Ausreißer. Die Favoriten-Teams wünschen sich nach den harten Tagen in den Pyrenäen einen ruhigeren Tag und würden abgesehen von den Top-10 alle Fahrer gewährend lassen. Doch vielleicht spielt der Kampf um Grün heute eine große Rolle und macht den Ausreißern einen Strich durch die Rechnung. Das Finale ist für Andre Greipel wohl zu schwer, nicht aber für Peter Sagan oder John Degenkolb. Sowohl Degenkolb, als auch Sagan haben noch keine Etappe gewonnen und könnten die Chance nutzen wollen. Doch bei Giant-Alpecin hat man mit Simon Geschke einen Fahrer, der bei solchen Etappen aus einer Fluchtgruppe gewinnen kann. Verpasst man die Gruppe, könnte man vielleicht zusammen mit Saxo-Tinkoff das Rennen kontrollieren. Das Saxo-Tinkoff ebenso viel Kraft investieren würde, ist durchaus vorstellbar, denn Sagan in Grün ist vielleicht die einzige Chance für das Team in Paris auf dem Podium zu stehen. Und da Greipel beim Sprint in Paris ordentlich Punkte auf Sagan gutmachen wird, sollte der Slowake mit viel Vorsprung in die Schlussetappe gehen.

Es wird also auch von der Größe der Gruppe abhängen, ob sie versuchen die Flüchtlinge zurückzuholen. Gehen mehr als fünf Mann weg, würde es extrem viel Kraft kosten, sie einzuholen.

 

Wir erwarten: Einen harten Kampf um die Gruppe & einen Ausreißererfolg

Die Favoriten: Phu, es kommt nahezu das halbe Feld für einen Fluchtversuch in Frage – Ryder Hesjedal, Simon Geschke, Paul Voß,  Steve Morabito, Cyril Gautier, Edvald Boasson-Hagen

Profil der letzten 5 km der Etappe
Profil der letzten 5 km der Etappe