Greg Van Avermaet (BMC) hat die 13. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Belgier siegte nach 198,5 Kilometern von Muret nach Rodez vor Peter Sagan (Tinkoff-Saxo). Dritter wurder Jan Bakelandts (AG2R).

Van Avermaet setzte sich im 500 Meter langen, sehr steilen Schlussanstieg vor Peter Sagan durch. John Degenkolb, dessen Mannschaft während der Etappe viel Arbeitet leistetet, hielt bis wenige Meter vor dem Ziel mit Sagan und Van Avermaet mit, wurde am Ende mit sieben Sekunden Rückstand Vierter. “Leider haben mir im Finish die Kräfte gefehlt. Ich bin traurig darüber und muss mich beim Team entschuldigen. Die Mannschaft hat soviel gearbeitet. Alles lief perfekt. Alle mussten ans Limit. Doch am Schluss konnte ich nicht mehr mitgehen”, sagte Degenkolb nach dem Rennen.

Chris Froome erreichte an der Seite der anderen Favoriten mit der ersten Verfolgergruppe das Ziel und verteidigte das gelbe Trikot souverän.

So lief das Rennen

Mit dem scharfen Start begannen die Attacken. Alexandre Geniez (FDJ) setzte sich gemeinsam mit Thomas De Gendt (Lotto-Soudal), Cyril Gautier (Europcar), und Wilco Kelderman (LottoNL-Jumbo) ab. Wenig später schlossen Nathan Haas (Cannondale-Garmin) und Pierre-Luc Périchon (Bretagne-Séché) zur Spitze auf. Im Hauptfeld übernahm Giant-Alpecin von Beginn an die Kontrolle. Sie hielten die sechs Ausreißer an der langen Leine.

Aus der Spitzengruppe gewann De Gendt den Zwischensprint, aus dem Hauptfeld gewann Andre Greipel vor John Degenkolb, Mark Cavendish und Peter Sagan. Damit übernahm Greipel virtuell die Führung in der Sprintwertung.

Neben Giant-Alpecin machte etwa 80 Kilometer vor dem Ziel auch Tinkoff-Saxo Nachführarbeit.
Das Tempo wurde an einer Steigung hochgezogen und das Feld zerfiel in zwei Gruppen. Andre Greipel gehörte auch zur zweiten Gruppe. Etwa 60 Kilometer vor dem Ziel hatte Titelverteidiger Nibali einen Defekt und fiel in die zweite Gruppe zurück. Von seinen Teamkollegen wurde der Italiener wieder nach vorn gebracht und so schlossen die abgehangenen Fahrer um Andre Greipel wieder auf. Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel wurde der Rostocker dann endgültig abgehangen.

Je näher sich das Feld dem Ziel näherte, je mehr Mannschaften beteiligten sich an der Nachführarbeit.

Knapp 24 Kilometer vor dem Ziel attackierte Haas aus der Spitzengruppe. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Feld nur noch 1:40 min Rückstand. Doch nach wenigen Kilometern wurde er wieder eingeholt.

14 Kilometer vor dem Ziel griff Thomas De Gendt aus der Spitze an. Wilco Keldermann setzte eine Gegenattacke und gemeinsam mit Cyril Gautier setzten sich beide ab. Der Rückstand des Feldes wurde immer kleiner. Lange Zeit machte Simon Geschke im letzten Anstieg vor dem Ziel das Tempo.
Das Trio blieb bis wenige hundert Meter vor dem Ziel an der Spitze, doch dann wurde sie gestellt. Im steilen Anstieg zum Ziel fuhr Greg Van Avermaet (BMC) von vorn. Peter Sagan blieb am Hinterrad. John Degenkolb musste etwa 100 Meter vor dem Ziel die Beiden fahren lassen. Sagan versuchte noch an Van Avermaet vorbeizugehen, musste sich aber mit Platz 2 begnügen.