Ruben Plaza (Lampre) hat die 16. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Spanier siegt nach 201 Kilometern von Bourg-de-Péage nach Gap als Solist. Plaza hatte sich im letzten Anstieg vor dem Ziel aus einer großen Ausreißergruppe abgesetzt und rettete einen Vorsprung von 30 Sekunden auf Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) ins Ziel. Dritter wurde Jarlinson Pantano (IAM). Simon Geschke holte nach starker Leistung Platz Vier.

So lief das Rennen

Kurz nach dem Start bildete sich eine große Ausreißergruppe. Mit dabei waren wieder Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) und Simon Geschke (Giant-Alpecin). Auch Tony Gallopin (Lotto-Soudal), in der Gesamtwertung nur 8:23 min hinter Froome, gehörte zur Gruppe. Im Feld setzte deshalb Sky nach und so kam die Gruppe nicht weg. Gallopin ließ sich dann zurückfallen und die große Ausreißergruppe zerfiel in zwei 12-Mann starke Gruppen.

In der Spitzengruppe waren Andriy Grivko (Astana), Christophe Riblon (AG2R), Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) Thomas De Gendt (Lotto-Soudal), Simon Geschke, Marco Haller (Katusha), Bob Jungels (Trek), Nelson Oliveira (Lampre-Merida), Ruben Plaza (Lampre-Merida), Daniel Navarro (Cofidis), Pierrick Fedrigo (Bretagne-Seche) und  Serge Pauwels (MTN-Qhubeka).

Begünstigt durch den Rückenwind war das Tempo sehr hoch, mehr als 53 Kilometer wurden in der ersten Rennstunde zurückgelegt.

Das Hauptfeld hatte nach einem Drittel der Strecke fast sechs Minuten Rückstand auf die Spitze.

Beim Zwischensprint sicherte sich Peter Sagan die Punkte und baut die Führung in der Sprintwertung weiter aus.

Simon Geschke (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Simon Geschke (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

 

Nach mehr als 100 Rennkilometern schloss die zweite Gruppe dann doch zur Spitze auf und es lagen 23 Fahrer an der Spitze. Imanol Erviti (Movistar), Adam Hansen (Lotto-Soudal), Michal Golas (Eitxx-QuickStep), Matteo Trentin (Etixx-QuickStep),Laurent Didier (Trek), Markel Irizar (Trek), Luis Angel Mate (Cofidis), Jarlinson Pantano (IAM), Pierre-Luc Perichon (Bretagne-Seche), Edvald Boasson-Hagen (MTN) und Daniel Teklehaimanot (MTN) und Thomas Voeckler (Europcar) fuhren nun auch an der Spitze.

Im Feld kontrollierte Sky das Tempo und der Rückstand des Feldes vergrößerte sich stetig.
Kurz vor dem dem letzten Anstieg setzten sich Hansen und Haller aus der Gruppe ab, wurden aber im Anstieg zum Col de Manse wieder eingeholt. Das Feld fuhr mit mehr als 20 Minuten Rückstand in den letzten Anstieg.

Simon Geschke präsentierte sich stark und blieb vorn, als die meisten seiner Fluchtgefährten abreißen lassen mussten. 12 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Ruben Plaza ab, dahinter formierte sich mit Sagan, Teklehaimanot, Riblon und Geschke eine Verfolgergruppe. Plaza setzte sich immer weiter ab, weil niemand mit Peter Sagan gemeinsam in den Zielsprint gehen wollte. Simon Geschke griff auch mehrfach an, doch Sagan war stark genug, keinen wegfahren zu lassen. An der Bergwertung, 12 Kilometer vor dem Ziel, hatte Plaza fast eine Minute Vorsprung auf die Gruppe mit Sagan und Geschke. In der Abfahrt griff Sagan dann an und nur Pantano konnte dem slowakischen Abfahrtkünstler folgen. Im Hauptfeld machte Roman Kreuziger für seinen Kapitän Alberto Contador mächtig Tempo.

 

Peter Sagan (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Peter Sagan (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Im Feld griff kurz vor dem Gipfel Warren Barguil (Giant-Alpecin) an. Auch Alberto Contador attackiert, doch Froome, Valverde und Quintana konnten wieder aufschließen. Einen Kilometer vor dem Gipfel attackierte dann Vincenzo Nibali (Astana) und setzte sich ab.

 

 

In der Abfahrt versteuerte sich Warren Barguil und stieß mit Geraint Thomas (Sky) zusammen. Thomas verlor die Kontrolle und krachte mit dem Kopf gegen einen Lampenmasten. Er konnte weiterfahren und erreichte etwa 45 Sekunden nach der Gruppe um Froome das Ziel.

Nibali machte am Ende fast 30 Sekunden auf die Verfolger gut, Contador, Froome, Valverde und Quintana erreicht gemeinsam das Ziel. Tony Gallopin (Lotto-Soudal) hatte im Finale große Probleme und verlor mehr als zwei Minuten auf die Gruppe um Froome und Contador.

Warren Barguil entschuldigte sich nach dem Rennen. “Ich wollte bremsen, aber kurz vor der Kurve hat mich Tejay Van Garderen angestoßen und ich habe den Bremsgriff meiner Hinterradbremse aus der Hand verloren. Ich war richtig schnell unterwegs, und dass es so viel Stress gab, das ist wirklich schade. Ich hatte große Angst und dachte, ich würde geradeaus fahren. Mein Finger rutschte ab, das war vielleichte eine, zwei Sekunden in denen ich nicht bremsen konnte. Da bin ich gegen Geraint Thomas gefahren, das tut mir wirklich leid, ich habe das nicht absichtlich gemacht.”