Andre Greipel (Lotto-Soudal) hat die Vattenfall Cyclassics gewonnen. Der 33-jährige Rostocker siegte nach 221, 3 Kilometern von Kiel nach Hamburg im Sprint vor Vorjahressieger Alexander Kristoff (Katusha). Dritter wurde Giacomo Nizzolo (Trek).


So lief das Rennen

Lange Zeit bestimmten beim einzigen deutschen World Tour Rennen vier Ausreißer das Geschehen. Jan Barta (Bora-Aragon18), Alex Dowsett (Movistar), Martin Mortensen (Cult Energy) und Matteo Bono (Lampre) fuhren lange vor dem Feld. Im Peloton kontrollierten MTN-Qhubeka und Lotto-Soudal das Rennen. Etwas mehr als 70 Kilometer vor dem Ziel war die Einigkeit in der Spitze vorbei und Bono attackierte. Doch der Abstand zum Hauptfeld war nicht sonderlich groß.
Etwas mehr als 40 Kilometer vor dem Feld attackierte dann Philippe Gilbert (BMC) und fuhr gemeinsam mit Mathias Brändle (IAM) und Manuele Boaro (Tinkoff-Saxo) zur Spitze nach vorn. Im Feld arbeitete vor allem Katusha und Lotto-Soudal.

Etwa 33 km vor dem Ziel setzte sich Boaro ab und fuhr allein vorn. Doch das Feld holte die Ausreißer wieder ein.  Bei der letzten Überfahrt des einzigen echten Anstiegs des Rennens, dem Waseberg, setzte sich Linus Gerdemann ab und fuhr mit Julian Alaphillipe an Spitze. Doch das Feld setzte nach und 10 Kilometer vor dem Ziel waren sie wieder eingeholt. Nach dem Zusammenschluss attackierte Diego Ulissi (Lampre-Merida) und setzte sich einige Meter ab, wurde jedoch wieder gestellt. Auch Philippe Gilbert probierte es noch einmal mit einer Attacke, doch auch er wurde nicht weggelassen. Alexander Kristoff eröffnete den Sprint, musste sich dann aber Andre Greipel geschlagen geben. Marcel Kittel (Giant-Alpecin) konnte in den Sprint nicht eingreifen, der Thüringen war im Finale nicht in der ersten Gruppe vertreten.