Nelson Oliveira (Lampre-Merida) hat die 13. Etappe der Vuelta gewonnen. Der 26-jährige Portugiese setzte sich 27 Kilometer vor dem Ziel aus einer großen Ausreißergruppe ab und fuhr als Solist über den Zielstrich. Platz zwei ging nach 178 Kilometern von Calatayud nach Tarazona an Julien Simon (Cofidis). Nicolas Roche (Sky) wurde Dritter.

Fabio Aru (Astana) erreichte mit dem Hauptfeld das Ziel und verteidigte das Rote Trikot. Gianluca Brambilla (Etixx-QuickStep) und Romain Sicard (Europcar) gehörten zur Ausreißergruppe und machten in der Gesamtwertung einen großen Sprung nach vorn. Beide liegen nun in den Top-10 der Gesamteinzelwertung.

Typisch Vuelta - schnelles Tempo und immer die Gefahr von Windkanten (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Typisch Vuelta – schnelles Tempo und immer die Gefahr von Windkanten (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

So lief das Rennen

Es wurde vom Start weg schnell gefahren, weil viele Fahrer in der Ausreißergruppe dabei sein wollten. So gab es immer wieder Attacken und dauerte mehr als 40 Kilometer bis sich die Fluchtgruppe des Tages gebildet hatte. 24 Fahrer konnten sich schließlich absetzen, mit dabei waren:
Sergio Henao & Nicolas Roche (Sky), Mikael Cherel & Rinaldo Nocentini (Ag2R), Alessandro De Marchi (BMC), David Arroyo (Caja Rural), Yohan Bagot & Julien Simon (Cofidis), Niki Terpstra & Gianluca Brambilla (Etixx-QuickStep), Kenny Elissonde & Kévin Reza (FDJ), Sylvain Chavanel & Jérôme Coppel (IAM), Ruben Plaza & Valerio Conti & Nelson Oliveira (Lampre-Merida), Maxime Monfort (Lotto Soudal), José Joaquin Rojas (Movistar), Stephen Cummings (MTN-Qhubeka), Cameron Meyer (Orica-Greenedge), Yukiya Arashiro & Romain Sicard (Europcar) und Pawel Poljanski (Tinkoff-Saxo).

Im Feld war vor allem das Astana Team vom Gesamtführenden Fabio Aru gefordert, weil mit Sicard und Brambilla zwei Fahrer dabei waren, die in der Gesamtwertung weniger als 7 Minuten Rückstand hatten.

Fabio Aru wird sich in den nächsten Tagen vielen Angriffen erwehren müssen (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Fabio Aru wird sich in den nächsten Tagen vielen Angriffen erwehren müssen (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

 

Knapp 40 Kilometer vor dem Ziel war die Einigkeit in der Spitzengruppe vorbei und es begannen im letzten Anstieg des Tages die Attacken. Immer wieder setzten sich Fahrer ab, wurden jedoch wieder eingeholt. 27 Kilometer vor dem Ziel griff dann Nelson Oliveira an und zog davon. In der Gruppe hinter ihm wurde nicht konsequent nachgesetzt und so wuchs der Vorsprung immer mehr an. Auf die letzten 10 Kilometer ging Oliveira mit knapp einer Minute Abstand auf seine ehemaligen Fluchtgefährten. Oliveira konnte den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere schon einige Meter vor dem Ziel ausgiebig feiern. Etwa eine Minute nach dem Portugiesen gewann Simon den Sprint der Gruppe vor Roche.