Joaquim Rodriguez (Katusha) hat die 15. Etappe der Vuelta gewonnen. Der Spanier setzte sich etwa einen Kilometer vor dem Ziel aus der Favoritengruppe ab und fuhr zu seinem neunten Vuelta Etappensieg. Zweiter wurde der Pole Rafal Majka (Tinkoff-Saxo), der 12 Sekunden nach Purito Rodriguez ins Ziel kam. Dritter wurde Dani Moreno (Katusha). Fabio Aru (Astana) kam als Fünfter ins Ziel und verteidigte sein Rotes Trikot mit nur einer Sekunde Vorsprung auf Rodriguez. Majka rückte auf Platz drei der Gesamtwertung vor, weil Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) im Schlussanstieg reißen lassen musste und erst 51 Sekunden nach Rodriguez das Ziel erreichte.

 

So lief das Rennen

Vom Start weg wurde attackiert und schnell gefahren. Zwischenzeitlich hatten sich einige Fahrer abgesetzt, wurden dann aber wieder eingeholt. Es dauerte mehr als 35 Kilometer ehe die Fluchtgruppe des Tages stand. Neun Fahrer setzten sich ab, mit dabei waren Blel Kadri (AG2R), Ricardo Vilela (Caja Rural), Dominique Rollin (Cofidis), Brayan Ramirez (Colombia), Nikolas Maes (Etixx-QuickStep), Natnael Berhane (MTN-Qhubeka), Pierre Rolland (Europcar), Maarten Tjallingii (Lotto NL-Jumbo) und Haimar Zubeldia (Trek). Zwar hatten die neun Ausreißer zwischenzeitlich rund 5 Minuten Vorsprung, doch das Movistar Team ließ sie nicht weit weg. Das Team von Nairo Quintana und Alejandro Valverde spannte sich vor das Feld und machte den ganzen Tag Tempo.
Zu Beginn des Schlussanstiegs war der Vorsprung der Ausreißer auf weniger als 2 Minuten zusammengeschmolzen.

 

Im Schlussanstieg

Als es in den Schlussanstieg ging, griff Blel Kadri aus der Spitzengruppe an. Haimar Zubeldia setzte nach und zog vorbei. Im Feld griff gut 10 Kilometer vor dem Ziel Nairo Quintana an. Luis Leon Sanchez (Astana) blieb am Rad und der Rest der Astana-Mannschaft versuchte die Lücke wieder zu schließen, was auch wenige hundert Meter später gelang. Tom Dumoulin hing noch am Ende der Gruppe, die nun Astana wieder kontrollierte. Nach und nach holte die Favoritengruppe die Fahrer der Fluchtgruppe ein.

Sieben Kilometer vor dem Ziel lag Zubeldia noch allein an der Spitze, er konnte knapp eine Minute Vorsprung im unteren Teil des Anstiegs verteidigen. Der Spanier kämpfte verbissen, doch in der Favoritengruppe spannte sich nach Luis Leon Sanchez (Astana) auch Giovanni Visconti (Movistar) vor das Feld und schlug ein extrem hohes Tempo an. Als Visconti 3 Kilometer vor dem Ziel aus der Führung ging, zog Astana das Tempo nochmals an und Tom Dumoulin musste reißen lassen. 2 Kilometer vor dem Ziel wurde auch Zubeldia als letzter Ausreißer eingeholt.

Purito setzt die entscheidende Attacke (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Purito setzt die entscheidende Attacke (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Knapp 2 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Jasper Hansen (Tinkoff-Saxo) an die Spitze und machte für Rafal Majka das Tempo. Fabio Aru (Astana) fuhr immer am Hinterrad von Joaquim Rodriguez, seinem schärfsten Konkurrenten im Gesamtklassement. 1000 Meter vor dem Ziel setzte sich dann Rodriguez an die Spitze und hielt das Tempo im extrem steilen Teil des Anstiegs hoch. Nairo Quintana hatte Schwierigkeiten dem Tempo zu folgen und musste reißen lassen. Fabio Aru und Rafal Majka konnten die Lücke zu Rodriguez klein halten. Rodriguez breitete auf dem Zielstrich die Arme aus und feiert seinen neunten Vuelta-Etappensieg.

Tom Dumoulin (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Tom Dumoulin (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Zwölf Sekunden nach “Purito” fuhr Rafal Majka als Zweiter über die Ziellinie. Platz drei holte sich Puritos Teamkollege Dani Moreno, der damit der Konkurrenz noch die letzte Zeitgutschrift wegschnappte. Quintana erholte sich auf den letzten Metern und fuhr 15 Sekunden nach Rodriguez gemeinsam mit Aru ins Ziel. Tom Dumoulin verlor 36 Sekunden auf Aru und knapp eine Minute auf Rodriguez. Esteban Chaves (Orica-GreenEgde) erreichte als Siebter das Ziel und liegt in der Gesamtwertung nun 1:34 min hinter Aru auf Rang fünf.

 

Vuelta Etappensieg Nr. 9 für Joaquim Rodriguez (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Vuelta Etappensieg Nr. 9 für Joaquim Rodriguez (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)