Der Franzose setzte sich im amerikanischen Richmond nach 162 Kilometern vor Simone Consonni (Italien) durch. Dritter wurde Ledanois Landsmann Anthony Turgis.

Ledanois setzte seinen Angriff wenige Kilometer vor dem Ziel und fuhr als Solist zum Sieg. Das italienische Team versuchte den Franzosen doch noch einzuholen und machte das Tempo, doch am Ende fehlten dem endschnellen Consonni wenige Meter zum Sieg.

Bester Deutscher wurde Lennard Kämna auf Rang 10.

So lief das Rennen

Mit dem Startschuss gab es die ersten Attacken. Nach einigen Kilometern bildete sich die erste Fluchtgruppe. Joao Rodrigues (Portugal), Jean Bosco Insengiyumva (Ruanda), Adil Barbari (Algerien) und Amanuel Ghebreigzabhier (Eritrea) setzten sich ab. In der dritten, der insgesamt neun Runden schlossen Wilmar Paredes (Kolumbien), Jose Luis Rodriguez (Chile), Gregory Daniel (USA), Eddie Dunbar (Irland) und Stepan Astafyev (Kasachstan) zum Quartett auf. Doch die 9-Mann-Gruppe wurde nicht weit weggelassen und zerfiel dann auch. Im Feld wurde es nicht ruhig, es setzten immer wieder Fahrer nach und sowohl die Italiener, als auch das deutsche Team fuhren sehr aufmerksam. Maximilian Schachmann sprang in einer Gruppe mit.

Zur Hälfte des Rennens lag eine 4-köpfige Spitzengruppe in Front. Mit dabei war Jose Luis Rodriguez (Chile), Eddie Dunbar (Irland), Davide Martinelli (Italien) und Oleg Zemylakov (Kasachstan). Mit etwa einer Minute Rückstand folgte Maximilian Schachmann (Deutschland). 60 Kilometer vor dem Ziel schaffte Schachmann den Anschluss an die Spitze. Das Feld lag knapp 1:30 min zurück. In der Gruppe war jedoch keine Harmonie, Martinelli machte kaum Führungsarbeit.

50 Kilometer vor dem Ziel zerfiel die Spitzengruppe im Anstieg. Dunbar konnte nicht mehr folgen, Zemylakov wurde auch distanziert, konnte jedoch wieder aufschließen. Im Feld erhöhte zunächst das belgische Team das Tempo, dann machte die britische Mannschaft im Anstieg richtig Tempo und einige Fahrer hatten Schwierigkeiten.

 

Es reicht - Kevin Ledanois kurz vor dem Zeil (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)
Es reicht – Kevin Ledanois kurz vor dem Zeil (Foto: Roth&Roth roth-foto.de)

Das Finale

35 Kilometer vor dem Ziel setzte Martinelli in der Spitzengruppe seine Attacke. Doch der Italiener hatte technische Probleme und konnte nicht durchziehen. Er musste sogar das Rad wechseln und so verpuffte sein Angriff. Als es in die vorletzte Runde ging, 32 Kilometer vor dem Ziel, lagen die drei verbliebenen Ausreißer nur noch 15 Sekunden vor den Verfolgern.

20 Kilometer vor dem Ziel waren die Ausreißer gestellt. Im Anstieg attackierte Soren Kragh Andersen (Dänemark) und setzte sich einige Meter ab. Doch wenig später war er bereits wieder gestellt.
6 Kilometer vor dem Ziel setzten sich drei Fahrer ab, mit dabei Nils Politt und erneut Davide Martinelli (Italien). Martinelle attackierte erneut, wurde im Anstieg von den Verfolgern gestellt. Auf der regennassen Fahrbahn stürzten einige Fahrer, darunter auch einige Mitfavoriten. Kevin Ledanois (Frankreich) griff an und setzte sich ab. Das italienische Team versuchte den Franzosen einzuholen. Doch Ledanois konnte einen kleinen Vorsprung bis ins Ziel verteidigen.