Das Magazin esquire hat die Daten von Chris Froome, die bei einem Leistungstest im August 2015 erhoben wurden, veröffentlicht. Der Test wurde im  Londoner “GlaxoSmithKline Human Performance Lab” durchgeführt. Froome erreichte eine Leistung von maximal 525 Watt und seine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) lag bei 84,2 (Milliliter/min/Kg).
Update: die Daten des GSK Human Performance Lab gibt es hier.
Beim Test soll der Toursieger gut drei Kilo mehr gewogen haben als bei seinem Triumph in Frankreich, wo er ein Körpergewicht von 67 Kilogramm gehabt haben soll. Im Labor in London wurde ein Körperfettanteil von 9,8 Prozent ermittelt. Sein Dauerleistungsvermögen (20 bis 40 Minuten) lag bei 419 Watt. Bei seinem Tourgewicht würde dass 6,25 Watt pro Kilogramm bedeuten.
Die gemessenen Leistungen liegen im Bereich der absoluten Top-Athleten, jedoch liegen die Werte nicht in einem Bereich, der eine unerlaubte Leistungssteigerung direkt nahelegt (hier die Einordnung der Leistungen des französischen Sportwissenschaftlers Antoine Vayer).
Veröffentlicht wurden in dem Artikel auch Testergebnisse von 2007. Zu diesem Zeitpunkt wog Froome noch mehr 75,6 Kilogramm, also gut als achteinhalb Kilogramm mehr als bei seinem Toursieg 2015. Bei den Tests von 2007 erreichte Froome eine größere Maximalleistung und eine ähnliche Dauerleistung wie 2015.


Froome sieht sich fortwährend mit Dopinganschuldigungen konfrontiert und hatte schon während der Tour medienwirksam Leistungsdaten veröffentlicht. Ob die Ergebnisse vom Labortest in London dazu beitragen können, dass Froome mehr Glauben geschenkt wird, bleibt abzuwarten. Sein Team geht nicht davon aus, dass die Verdächtigungen verschwinden.