Was das Profil und den Charakter betrifft, ist die siebte Etappe dem Teilstück vom Donnerstag sehr ähnlich. Nicht besonders lang (158,5 km), kaum ein flacher Meter (2595 Höhenmeter) und ein anspruchsvolles Finale. Und wie schon am Donnerstag, so ist auch der Verlauf dieser Etappe sehr schwer vorauszusehen. Gibt es eine für Darwin Atapuma ungefährliche Gruppe, so dürften die Ausreißer den Sieg unter sich ausmachen. Doch wird die Gruppe nicht weggelassen, kann es einen Sprint, oder wie am Donnerstag einen späten Angriff geben. Alles ist möglich – auch das ist es, was die Spanien-Rundfahrt interessant macht.

Die Strecke

Vom Start in Maceda sind nur die ersten Kilometer flach. Schon nach 20 Kilometern beginnt der erste Anstieg des Tages. Zum Pto de Allariz geht es 6,8 Kilometer mit 4,4 % bergan. Da allen Fahrern im Feld klar ist, dass man auf dieser Etappe mit einer Fluchtgruppe gute Chancen auf einen Etappensieg hat,  dürfte der Kampf um die Fluchtgruppe zu Beginn intensiv sein. Gut möglich, dass sich die Gruppe des Tages erst an diesem Anstieg formiert. Sollte dem so sein, dürfte es sich um eine Gruppe mit starken Fahrern handeln. Paradoxerweise lässt das die Chance auf einen Ausreißerfolg wieder sinken. Denn wie auf der sechsten Etappe gesehen, wird eine Gruppe, in der ein gefährlicher Fahrer für das Rote Trikot ist, vom BMC-Team nicht weit weggelassen.

Die Karte der 7. Etappe der Vuelta 2016
Die Strecke der 7. Etappe der Vuelta 2016

 

Nach dem ersten Anstieg folgt ein 30 Kilometer langes Flachstück gen Osten. Danach steht nach einem kurzen Anstieg und einer Abfahrt der nächste Anstieg an. Zum Gipfel des Alto de Fumaces geht es 11,2 Kilometer mit durchschnittlich 4,3% bergauf. Vom Gipfel sind es zwar noch gut 80 Kilometer bis ins Ziel, doch es folgt keine Abfahrt, sondern ein gut 50 Kilometer langer Abschnitt, der wellig und insgesamt bergan führt. Wer also an diesem Anstieg den Anschluss verliert, wird große Schwierigkeiten haben zurückzukommen.

Das Finale der siebten Etappe gibt dem Rennen im Vergleich zum Vortag einen anderen Charakter. Denn der letzte Anstieg des Tages ist bereits 18,5 Kilometer vor dem Ziel gemeistert. Wer sich hier absetzt, hat noch einen langen Weg zum Ziel, was eine späte Attacke sehr schwer macht.

Zudem ist der Alto de Padornelo zwar mit 7 Kilometern Länge angegeben, doch die durchschnittliche Steigung ist mit 3,2% eher moderat.

Karte & Profil der letzten Kilometer der 7. Etappe der Vuelta 2016
Karte & Profil der letzten Kilometer der 7. Etappe der Vuelta 2016

 

Sollte nicht eine Gruppe dem Feld enteilt sein, dürfte die Entscheidung um den Tagessieg erst auf den letzten Metern fallen. Doch die Anfahrt zum Ziel ist technisch anspruchsvoll und die letzten 550 Meter geht es 5,5 % bergan.

 

Die Favoriten

Wie oben beschrieben kommen für die Fluchtgruppe eher die starken Fahrer in Frage. Thomas de Gendt ist ebenso ein Kandidat wie Philippe Gilbert, Simon Clarke oder Pierre Rolland. Auch Nathan Haas, George Bennett oder Marcel Wyss sollte man auf dem Zettel haben. Doch vielleicht wird das Rennen auch kontrolliert und es gibt einen “Massensprint”.

 

***** Alejandro Valverde, Gianni Meersman
**** Fabio Felline, Luis Leon Sanchez, Gianluca Brambilla, Philippe Gilbert
*** Simon Clarke, Sergio Pardilla, Romain Hardy
** Nikias Arndt, Jean-Pierre Drucker, Simon Yates

 

Start: 13:43 Uhr
Ziel: ca. 17:40 Uhr