Robert Gesink (LottoNL-Jumbo) hat die 14. Etappe der 71. Spanienrundfahrt gewonnen. Der Niederländer gehörte zu einer großen Ausreißergruppe und setzte sich nach 196 Kilometern von Urdatx-Dantxarinea zurm Col d’ Aubisque im Sprint vor seinen Begleitern Kenny Elissonde (FDJ) und Egor Silin (Katusha) durch. Vierter wurde George Bennett (LottoNL-Jumbo).

Simon Yates (Orica-BikeExchange) kam als Fünfter ins Ziel. Der Brite hatte sich am vorletzten Anstieg des Tages aus der Favoritengruppe abgesetzt und machte so Zeit in der Gesamtwertung auf Nairo Quintana und die weiteren Konkurrenten gut.

Esteban Chaves (Orica-BikeExchange) machte ebenfalls Zeit auf Froome und Quintana gut. Der Kolumbianer nutzte die Rivalität zwischen den großen Favoriten und setzte sich im Schlussanstieg aus der Favoritengruppe ab.

Froome und Quintana schauten nur auf sich. Quintana versuchte es sechs Mal, den Briten abzuschütteln, doch Froome konnte jeden Angriff kontern.  Beide erreichten zeitgleich auf den Plätzen 12  und 13 das Ziel. Alberto Contador verlor erneut ein paar Sekunden auf das Duo. Er kam als 19. 20 Sekunden nach Quintana ins Ziel.

Damit bleibt Nairo Quintana im Gesamtklassement 54 Sekunden vor Froome. Alejandro Valverde (Movistar) musste früh im Schlussanstieg reißen lassen und verlor viel Zeit. Neuer Gesamtdritter ist Esteban Chaves mit 2:01 Minuten Rückstand. Simon Yates liegt nun 2:17 min hinter Quintana auf Rang vier. Leopold König (Sky) ist Gesamtfünfter.

 


So lief das Rennen

Vom Start weg wurde attackiert und nach wenigen Kilometern bildete sich eine 41 Fahrer starke Ausreißergruppe. Das Movistar-Team hatte mit Dani Moreno den bestplatzierten Fahrer in der Spitze dabei und demnach kein Interesse an einer Einholung. So musst das Sky-Team die Verfolgungsarbeit leisten.

Die Gruppe des Tages: Ruben Fernandez, Dani Moreno & Jose Joaquin Rojas (Movistar), Daniele Bennati (Tinkoff), David Lopez (Team Sky), Tejay Van Garderen (BMC), George Bennett, Victor Campenaerts & Robert Gesink (LottoNL-Jumbo), Simon Gerrans, Jens Keukeleire & Magnus Cort Nielsen (Orica-BikeExchange), Dario Cataldo (Astana), Kenny Elissonde, Odd Christian Eiking & Alexandre Geniez (FDJ), Haimar Zubeldia & Julien Bernard (Trek – Segafredo), Jan Bakelants & Quentin Jauregui (AG2R – La Mondiale), Alberto Losada & Egor Silin (Katusha), Bart De Clercq & Sander Armée (Lotto-Soudal), Gianni Meersman (Etixx – QuickStep), Moreno Moser, Pierre Rolland & Davide Villella (Cannondale – Drapac), Omar Fraile & Jacques Janse van Rensburg (Dimension Data), Mathias Frank & Larry Warbasse (IAM Cycling), Mattia Cattaneo (Lampre – Merida), Romain Hardy & Rudy Molard (Cofidis), Christoph Pfingsten (Bora-Argon 18), Pello Bilbao & Sergio Pardilla (Caja Rural-Seguros RGA), Romain Sicard, Lilian Calmejane & Perrig Quemeneur (Direct Energie).

Nach dem ersten Anstieg stürzte Jacques Janse van Rensburg und fiel zurück. Sowohl an der ersten Bergwertung, als auch am Soudet sicherte sich Omar Fraile die volle Punktezahl.

Die Spitzengruppe wurde immer kleiner, am Gipfel des Marie-Blanque holte Kenny Elissonde die Punkte. Es waren noch rund 15 Fahrer an der Spitze.

Etwa 40 Kilometer vor dem Ziel attackierte Simon Yates aus dem Feld und setzte sich ab. Am Gipfel des Marie-Blanque warteten zwei Helfer auf ihn und sie fuhren gemeinsam in Richtung Ziel.

Nach dem Marie-Blanque (25 km vor dem Ziel) lagen sechs Fahrer an der Spitze. Julien Bernard (Trek – Segafredo), Egor Silin (Katusha), Kenny Elissonde (FDJ), Bart De Clercq (Lotto Soudal), George Bennett (Lotto NL Jumbo) und Jan Bakelants (AG2R – La Mondiale). Simon Yates (Orica-BikeExchange) lag  mit zwei Helfern an seiner Seite etwa 4 Minuten hinter der Spitze. Das Feld lag eineinhalb Minuten dahinter.

Im Schlussanstieg setzten sich zunächst Elissonde, Silin, Bakelants und Bennett an der Spitze von ihren Begleitern ab. Robert Gesink attackierte aus der Verfolgergruppe und schaffte es, zur Spitze vorzufahren. Etwas später griff er an und setzte sich mit Bakelants ab.

Simon Yates lag 8 Kilometer vor dem Ziel etwa 1:40 min hinter der Spitze. Die Favoritengruppe lag 3:15 zurück.

Nairo Quintana attackierte zum ersten Mal 8,5 Kilometer vor dem Ziel. Doch sowohl Chris Froome, als auch Alberto Contador konnten folgen. Dann nahmen sie das Tempo wieder raus. Das nutzen einige Fahrer und griffen an. Auch Samuel Sanchez attackierte aus der Favoritengruppe. Auch Esteban Chaves setzte sich ab.

Quintana attackierte noch mehrfach, doch Froome konnte immer folgen. Alberto Contador verlor 2 Kilometer vor dem Ziel den Anschluss und verlor 20 Sekunden.