Das Buch trägt den Namen “Thomas Dekker – mein Gefecht“. Darin beschreibt der Ex-Profi Thomas Dekker seine Erfahrungen im Profi-Radsport. Geschrieben hat Dekker das Buch gemeinsam mit dem Sportjournalisten Thijs Zonneveld, der ebenfalls Radprofi war. Auszüge aus dem Buch werden nun bei der niederländischen Zeitung AD.nl veröffentlicht.

“Wir haben jeden Tag Kortison genommen. Ich weiß gar nicht, wofür oder wogegen. Aber du konntest in Rennen höhere Belastungen aushalten. Wir hatten Ausnahmegenehmigungen dafür“, berichtet Dekker im Buch. Auch über seinen Teamkollegen Michael Boogerd schreibt Dekker und berichtet, wie sich Boogerd während der Tour 2007 spritzte und mittels seines Managers Stefan Matschiner und der Wiener Blutbank Humanplasma Blutdoping betrieb. Über seinen ehemaligen Teamkollegen Michael Rasmussen, der während der Tour wegen falscher Angaben bezüglich seinen Aufenthaltsorts ausgeschlossen wurde, schreibt Dekker: “Wir wussten es nicht, aber wir vermuteten, dass er bis zum Hals voll Doping war.” Ebenso schreibt Dekker, dass er davon ausgeht, dass auch der Leitung des Rabobank-Teams klar war, was im Team in Sachen Doping vorging.

Dekker schreibt nicht nur über Doping, sondern berichtet auch über andere Details aus seiner aktiven Zeit. Er schreibt, dass er und sein Kollege Michael Boogerd vor der Tour 2007 Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen hatten, weil sie sich langweilten. Boogerd freut sich nun nicht sonderlich über die Enthüllungen seines Ex-Kollegen. “Ich habe ein halbes Jahr vergeblich versucht, Thomas zu kontaktieren. Das Buch kommt als unangenehme Überraschung”, sagte Boogerd der Presse.

Dekker wurde bei Nachkontrollen der Proben der Tour de France 2007 der EPO-Gebrauch nachgewiesen. Nach seiner Sperre kehrte er beim Team von Jonathan Vaughters zurück ins Peloton und beendete 2015 seine Karriere.