Während die ersten Profis längst in die Saison gestartet sind, steht für viele Hobby-Fahrer das Trainingslager erst noch an. Egal, ob auf Mallorca, Teneriffa oder in Italien – in wärmeren Regionen kann die Basis für eine erfolgreiche Saison gelegt werden. Hier die wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Trainingslager.

Geregelter Tagesablauf
Frühsport, Frühstück, Training, Pasta, Regeneration, Abendessen – und das im Repeat Modus. Im Trainingslager sollte sich alles um den Sport drehen, so kann man sich auch als Hobbyfahrer wenigstens eine Woche im Jahr wie ein richtiger Profi fühlen. Wichtig ist es, diesen Ablauf auch an den Ruhetagen beizubehalten und diesen zur aktiven Regeneration zu nutzen. Sprich: Kein Sightseeing, sondern viel Ruhe und eine kleine, gemütliche Ausfahrt, um die Beine zu lockern und im Rhythmus zu bleiben.

Ausgeglichene Ernährung
Ein Trainingslager eignet sich nicht zum Abnehmen und auch nicht für Experimente mit der Ernährung. Diese sollte ausgeglichen und ergiebig sein, denn wer jeden Tag mehrere Stunden im Sattel sitzt, muss die verbrauchten Kalorien auch wieder zu sich nehmen. Darum ist es auch besonders wichtig, direkt nach dem Training die Kohlenhydratspeicher wieder zu füllen. Viele Hotels bieten deshalb direkt nach dem Training frische Pasta an, um den ersten Hunger zu stillen.

Frühsport
Ganz egal, ob man vor dem Frühstück eine kleine Runde am Strand joggt oder im Hotel Stabilitätsübungen macht – Frühsport hilft, um in die Gänge zu kommen, die Muskeln zu lockern und den Appetit anzuregen.

Ruhetage einplanen
Wenn man mehrere Tage am Stück intensiv trainiert, ist es wichtig, dem Körper die Möglichkeit zur Regeneration zu geben. Die meisten Radfahrer gestalten das Trainingslager so, dass drei Tage intensiv trainiert wird („Dreier-Block“), um dann einen Ruhetag einzuschieben. Dieser Ruhetag sollte ganz bewusst zur Regeneration genutzt werden und eine entspannte Ausfahrt auf dem Programm haben.

Mit den richtigen Leuten trainieren
Sowohl auf dem Rad als auch vor und nach den Trainingseinheiten spielt die Zusammensetzung der Gruppe eine wichtige Rolle. Die Gruppen sollten möglichst homogen sein und dem jeweiligen Leistungsstand angepasst werden. Wenn der eine nahezu komplett im roten Bereich ist, während die anderen nur warten müssen, hat keiner einen Nutzen und es entsteht schnell schlechte Stimmung. Um dieser vorzubeugen, empfiehlt es sich, das Trainingslager wenn möglich mit Freunden oder Bekannten zu planen. Es trainiert sich einfach leichter, wenn man Spaß bei der Sache hat und mit den richtigen Leuten unterwegs ist.

Tipp: Speziell für größere Gruppen oder Teams ist das Anmieten einer Ferienwohnung oder eines Hauses eine gute Alternative zum klassischen Hotel. Zwar muss man sich um Dinge wie Materialpflege, Kochen und Ordnung selbst kümmern, doch schweißt eine solche Erfahrung die Teilnehmer noch stärker zusammen. Faustregel: Ab zehn Personen ist dies sinnvoll, da dann der erhöhte Aufwand für Planung und Koordination auf genügend Schultern verteilt werden kann.

Flexibel sein, sich aber nicht verleiten lassen
Es ist wichtig, einen Trainingsplan für das Trainingslager zu erarbeiten und sich daran grob zu orientieren. Oftmals wird jedoch der Fehler gemacht, sich zu viel vorzunehmen oder auf den Plan zu beharren. Es kann immer sein, dass das Wetter nicht gut ist oder man einfach einen schlechten Tag erwischt. Gerade dann ist es wichtig, flexibel zu sein und die jeweilige Einheit den Bedingungen anzupassen. Lieber trainiert man etwas weniger, als die kommenden Tage krank im Bett zu liegen. Genauso verhält es sich auch in die andere Richtung: Es ist beliebter Fehler, zu überpacen, wenn man sich gut fühlt oder sich vom Wetter verleiten zu lassen und die Ausfahrt extrem in die Länge zu ziehen. Auch hier ist es wichtig, vernünftig mit den Kräften hauszuhalten.

Fotos posten
Nicht vergessen: Instagram füttern! Folgt man aktuell den Profilen der Profis, ist der ganze Feed voll mit Bildern, die die Profis beim Trainieren oder Kaffee trinken zeigen. Vor allem der Ruhetag bietet sich an, Kaffeepausen zu machen, und diese ganz Profi-mäßig auf Instagram mit den Kollegen zu Hause zu teilen.