Mit Paris-Nizza beginnt die Rundfahrt-Saison 2017. Gut, es gab bereits einige Etappenrennen, aber Paris-Nizza hat eine ganz andere Bedeutung, als die Algarve-Rundfahrt oder die Ruta del Sol. Beim “Rennen zur Sonne” sind die besten Fahrer der Welt am Start, und niemand im Feld wird sich eine Chance entgehen lassen – denn “ist ja nur ein Vorbereitungsrennen im März” gibt es hier nicht. Es geht um World-Tour-Punkte und reichlich Prestige. 

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Die Strecke

Traditionell führt die Fahrt zur Sonne gen Süden und endet in Nizza. Sowohl für die Sprinter, die Puncheure und auch die Kletterer gibt es Gelegenheiten sich in Szene zu setzen. Am vierten Tag steht ein kurzes, aber schweres Zeitfahren auf Programm. Die Entscheidung fällt erst an den letzten beiden Renntagen.

Beim Finale der ersten Etappe sind durchaus Kletterqualitäten gefragt, denn vor den letzten 1000 Metern muss ein kurzer, knackiger Anstieg bewältigt werden. Ob die schweren Sprinter hier dabeibleiben können, wird sich zeigen. Die Zielgerade ist leicht ansteigend, etwas für die kraftvollen Fahrer, wie etwa John Degenkolb.

Paris-Nizza 2017: Das Finale der ersten Etappe (© ASO)

 

Die zweite und dritte Etappe dürften in einem klassischen Massensprint enden. Am vierten Tag steht dann der Kampf gegen die Uhr an. Die 14 Kilometer lange Zeitfahrstrecke endet mit einer Bergankunft – hier gilt es, sich die Kräfte richtig einzuteilen.

Paris-Nizza 2017: Profil Mont Brouilly – Finale des Zeitfahrens

 

Die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt auf den drei schweren  Schlussetappen. Die 6. Etappe endet in Fayence und kurz vor dem Ziel muss zwei Mal der Bourigaille überwunden werden. 

Das 7. Teilstück ist die Königsetappe. Bei der Bergankunft am Col de la Couillole werden die Favoriten die Karten aufdecken müssen. Es ist ein langer und schwerer Anstieg, an dem die Vorentscheidung um den Gesamtsieg fallen wird.

Paris-Nizza 2017: Profil des Col Saint-Martin (La Colmiane) & Col de la Couillole (Foto:©ASO)

 

Doch am Schlusstag bietet sich am Col d’Eze vielleicht noch einmal die Chance für einen finalen Angriff. Viel Zeit wird man hier jedoch nicht mehr gutmachen können.

Die Etappen:
1. Etappe, Sonntag, 5.März: Bois-d’Arcy – Bois-d’Arcy, 148,5 km
2. Etappe, Montag, 6. März: Rochefort-en-Yvelines – Amilly, 192,5 km
3. Etappe, Dienstag, 7. März Chablis – Chalon-sur-Saône, 190 km
4. Etappe, Mittwoch, 8. März : Beaujeu –Mont-Brouilly, 14,5 km (ITT)
5. Etappe, Donnerstag, 9. März : Quincié-en-Beaujolais – Bourg-de-Péage, 199,5 km
6. Etappe, Freitag, 10. März : Aubagne – Fayence, 192 km
7. Etappe, Samstag, 11. März : Nice – Col de la Couillole, 177 km
8. Etappe, Sonntag, 12. März : Nice – Nice, 115,5 km

 

Die Sprinter

Bei Paris-Nizza kommt es zum großen Aufeinandertreffen der absoluten Sprinter-Elite. Marcel Kittel, André Greipel, Alexander Kristoff, Nacer Bouhanni, Dylan Groenewegen, John Degenkolb und auch Arnaud Démare werden am Start stehen. Vor allem in den ersten Tagen kommen die Sprinter auf ihre Kosten. Insgesamt gibt es vier Möglichkeiten für die endschnellen Männer auf einen Etappensieg. Doch schon das Finale der ersten Etappe ist nichts für die Schwergewichte. Zum Ziel geht es ordentlich bergauf. 

 

Die Favoriten

Im vergangenen Jahr feierte Geraint Thomas den Gesamtsieg. Der Brite vom Sky-Team wehrte die letzte Attacke von Alberto Contador am Schlusstag ab und siegte mit nur vier Sekunden Vorsprung. Thomas wird in diesem Jahr nicht am Start stehen. Dagegen sind Alberto Contador und auch Richie Porte auch 2017 dabei und wollen um den Sieg kämpfen. Beide sind bereits in guter Form und dürften mit dem Profil gut zurecht kommen. Das gilt auch für Romain Bardet und Ilnur Zakarin. Gespannt darf man auf Julian Alaphilippe sein. Seinen Start krankheitsbedingt absagen, musste hingegen Alejandro Valverde. 

 

Die Startliste findet ihr hier, oder als PDF hier

 

Die letzten 10 Sieger:
2016 | Geraint Thomas
2015 | Richie Porte
2014 | Carlos Betancur 
2013 | Richie Porte 
2012 | Bradley Wiggins
2011 | Tony Martin 
2010 | Alberto Contador
2009 | Luis Leon Snachez 
2008 | Davide Rebellin 
2007 | Alberto Contador