Omloop Het Nieuwsblad, E3-Harelbeke, Gent-Wevelgem und Paris-Roubaix hat Greg van Avermaet in diesem Frühjahr bereits gewonnen. Nach den Pflasterrennen stehen nun die Ardennen-Klassiker an, und auch dort will der Belgier natürlich ganz vorn landen. Klar, schließlich ist Van Avermaet ja auch “eigentlich kein Pflaster-Mann”, wie er der Gazet von Antwerpen sagte.

Van Avermaet hat mit den Erfolgen viel Selbstvertrauen getankt und will seine exzellente Form auch in den Ardennen nutzen. “Gewinnen bringt Selbstvertrauen und wenn ein Kapitän selbstbewusst ist, ist es das Team auch”, sagt Van Avermaet. “Mein bestes Ergebnis beim Amstel Gold Race war ein fünfter Platz 2015. Seitdem ist viel passiert, viele große Siege”, so der Olympiasieger.

Das Amstel Gold Race dürfte dem Belgier in der Tat liegen und er ist auch nicht der Erste der Pflaster-Klassiker-Fahrer, die das Amstel noch “dranhängen”. Über die kurzen, aber knackigen Anstiege kommt Van Avermaet gut drüber und endschnell ist er sowieso. Dazu ist nach dem extrem erfolgreichen Frühjahr nun ohnehin alles nur noch Bonus. “Ich habe die Beine und erwarte ein weiteres hartes Rennen. Das ist kein leichtes Rennen und ich freue mich auf Sonntag, vor allem, nachdem ich das Amstel letztes Jahr verpasst habe. Ich hoffe, dass ich zum ersten Mal auf dem Podium stehe.”

Der Parcours des Amstel Gold Race wurde in diesem Jahr geändert. Die letzte Cauberg-Passage, kurz vor dem Ziel, wurde gestrichen, sodass man nun ein offeneres Rennen erwartet. “Ohne den letzten Cauberg-Anstieg dürfte sich ändern, wie das Rennen gewonnen wird”, sagt Van Avermaet und fügt an, “Aber die stärksten Jungs werden immer im Finale sein, egal wie der Parcours aussieht.”

<< Auch lesen: Neue Strecke: 1x Cauberg gestrichen – Amstel Gold Race mit neuem Finale >>

Das BMC-Team hat neben dem Roubaix-Sieger weitere starke Fahrer am Start. Alessandro De Marchi, Silvan Dillier, Floris Gerts, Ben Hermans, Daniel Oss, Dylan Teuns, Loic Vliegen gehören zum Aufgebot. Vor allem Ben Hermans, Silvan Dillier und Loic Vliegen können in Gruppen mitgehen und das Rennen offen gestalten. Es wird neben BMC wohl noch weitere Teams geben, die versuchen die sprintstarken Fahrer wie Michael Matthews oder Bryan Coquard abzuhängen.