Nachdem Lukas Pöstlberger den Sprintern zum Auftakt einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, kamen sie am Samstag endlich auf ihre Kosten. Auch am Sonntag kann man fest mit einem Sprint rechnen, denn danach folgt der Ruhetag und dann die erste Bergankunft der Rundfahrt. Die Sprinterteams werden den Ausreißern wohl keine Chance lassen. Die Etappe ist nur 148 Kilometer lang und führt von Tortoli nach Cagliari.

 

Die Strecke

Nach dem Start in Tortoli geht es fast die ganze Strecke gen Süden. Ein paar Kilometer im Landesinneren führt der Parcours parallel zur Küste. Auch wenn es ein paar leichte Wellen gibt, kann man von einer echten Flachetappe sprechen. Vermutlich wird sich erneut eine kleine Fluchtgruppe mit Fahrern aus kleineren Mannschaften und WildCard-Teams finden.

Der einzige Berg des Tages,  4. Kategorie

Der erste Sprint steht nach knapp 35 Kilometern an, der zweite dann nach 98 Rennkilometern. Die einzige Bergwertung des Tages wird 41 Kilometer vor dem Ziel erreicht. Der Anstieg wird sicher keinen Sprinter in Angst versetzen. Doch der Wind könnte für ein spannendes Rennen sorgen. Laut Vorhersage ist mit Böen von mehr als 50 km/h zu rechnen. Der Wind bläst aus Nordwesten, würde also zunächst zu einer ungeliebten Schiebekante führen. Auf den letzten 40 Kilometern hätte man dann Gegenwind.

Karte der 3. Etappe des 100. Giro d’Italia

 

Das Finale ist wenig anspruchsvoll. Ohne scharfe Kurven geht es auf breiter Straße durch ein paar Kreisverkehre zum Ziel. Eine Besonderheit sind die letzten 350 Meter. Denn dort geht es über Kopfsteinpflaster. Aber das ist kein grobes Pflaster wie bei den Nord-Klassikern, sondern es sind glatte, große Steine. Sollte es nass sein, könnte es rutschig werden, aber der Wetterbericht geht von trockenen Bedingungen aus.

 

Die Favoriten

Man darf wohl wieder mit den üblichen Verdächtigen rechnen. André Greipel will sein Trikot verteidigen und Caleb Ewan wird nach dem Pech vom Samstag mit mächtig Wut im Bauch ins Finale gehen. Dazu Nizzolo, Gaviria, Mareczko und Sbaragli. Auch mit Sam Bennett und Phil Bauhaus dürfte man nach deren Problemen am Samstag wieder rechnen können. Sollte es tatsächlich eine Windkantensituation geben, sind die Tempobolzer und Klassikerfahrer unter den Sprintern im Vorteil. André Greipel beispielsweise weiß ganz genau, wie man sich bei Wind bewegt.  

 

*****  Caleb Ewan, André Greipel
****  Giacomo Nizzolo, Kristian Sbaragli, Sacha Modolo
*** Phil Bauhaus, Sam Bennett, Fernando Gaviria,
** Matteo Pelucchi,  Jakub Mareczko, Jasper Stuyven
* Moreno Hofland, Ryan Gibbons 

Start: 13:35 Uhr
Ziel: 17:15 Uhr

 

 

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