Auf der achten Etappe könnte erneut eine Fluchtgruppe durchkommen und den Sieg unter sich ausmachen. Denn das Terrain ist nichts für die Sprinter und die Klassementfahrer blicken vielleicht schon auf den Sonntag, denn dort steht die zweite schwere Bergankunft auf dem Programm. Doch vielleicht sehen Teams mit starken Puncheuren ihre Chance auf einen Etappensieg und sind gewillt, das Rennen zu kontrollieren. Für die Klassementfahrer gilt im anspruchsvollen Finale ohnehin höchste Vorsicht. Denn es geht auf und ab und die letzten 1,5 Kilometer zum Ziel geht es mit maximal 12% bergan.

 

Die Strecke 

Der Parcours führt auf den ersten 84 Kilometern komplett flach entlang der Küste gen Norden. Anschließend steht der erste Berg des Tages an. Der Monte Sant’Angelo ist als Berg der zweiten Kategorie eingestuft und durchaus steil. Im unteren Teil des Anstiegs geht es mit maximal 10% bergan, die ersten acht Kilometer im Durchschnitt mit gut 7%. 

Profil des Monte Sant’Angelo

 

Nach dem Gipfel folgt eine fast 20 Kilometer lange Abfahrt. Anschließend geht es wellig weiter zur zweiten Bergwertung (4. Kategorie). Der Gipfel ist 46 Kilometer vor dem Ziel erreicht und nach einer kurzen Abfahrt geht es flach bis zum Finale. Die letzten 15 Kilometer versprechen ein interessantes Rennen. Zunächst geht es vom Meer in zwei Stufen bergan. 



 

Es folgt eine Abfahrt in den Zielort und es geht zum Ziel wieder bergauf. Die Schlusssteigung zum Ziel ist 1550 Meter lang und maximal 12% steil. Die letzten 500 Meter haben eine durchschnittliche Steigung von 10,5 %. Wer hier gewinnen will, muss auf jeden Fall noch über ordentlich Punch verfügen.

Finale der 8. Etappe des Giro 2017

 

Die letzten Kilometer der 8. Etappe des Giro 2017

 

Die Favoriten

Für diese Etappe gibt es mehrere Szenarien. Es ist gut möglich, dass die Favoriten auf den Gesamtsieg eine kleine Gruppe mit ungefährlichen Fahrern ziehen lassen, die dann den Sieg unter sich ausmacht. Denn dass die Favoritenteams auf dieser Etappe viel Kraft investieren wollen, ist eher unwahrscheinlich. Doch es gibt auch Mannschaften im Peloton, die bei diesem Finale gute Chancen auf einen Etappenerfolg haben. So zum Beispiel das Team Cannondale-Drapac mit Michael Woods. Vielleicht nehmen sie das Rennen ab der ersten Bergwertung in die Hand und machen die Lücke zu den Ausreißern konsequent zu. Auch Astana würde sich vielleicht an der Arbeit beteiligen.

Kommt das Feld tatsächlich geschlossen ins Finale, sind Fahrer wie Adam Yates, Michael Woods und Geraint Thomas die Topfavoriten. Auch Vincenzo Nibali, Bauke Mollema, Anrey Amador und Tom Dumoulin kommen mit solch einem Finale gut zurecht. 

Kandidaten für einen Sieg aus einer Gruppe gibt es einige. Tom Jelte Slagter, Pello Bilbao, Peter Stetina, Cesare Benedetti oder Omar Fraile, Adam Hansen wären heiße Kandidaten. Auch gut möglich, dass Gregor Mühlberger vom Bora-hansgrohe-Team sein Glück versucht.

 

***** Adam Yates, Michael Woods
**** Dylan Teuns, Vincenzo Nibali, Tom Dumoulin
*** Tom-Jelte Slagter, Wilco Kelderman, Thibaut Pinot
** Rudy Mollard, Davide Formolo, Andrey Amador, Ben Hermans, Enrico Gasparotto
* Davide Vilella, Rui Costa, Bob Jungels, Dario Cataldo, Luis Leon Sanchez, 

 

Start: 12:35 Uhr
Ziel: ~17:15 Uhr

 

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