Thomas de Gendt (Lotto-Soudal) hat den Auftakt des 69. Critérium du Dauphiné gewonnen. Der 30-jährige Belgier siegte nach 170 Kilometern in Saint-Étienne als Solist. Zweiter wurde der Franzose Axel Domont (Ag2R). Beide gehörten zu einer kleinen Ausreißergruppe, die sich zu Beginn der Etappe gebildet hatte.

Den Sprint um Platz drei, aus der kleinen Verfolgergruppe, die sich kurz vor dem Ziel aus dem Feld gelöst hatte, gewann Diego Ulissi (UAE Team Emirates) vor Pierre Latour (AG2R) und Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe).

“Es war zu Beginn ein schweres Rennen und ich habe mir gedacht, wenn ich am ersten Berg vorn bin, habe ich gute Karten in der Gruppe zu sein”, sagte De Gendt nach dem Rennen. Mit in der Fluchtgruppe waren Antonio Nibali (Bahrain), Romain Sicard (Direct Energie), Silvio Herklotz (Bora), Delio Fernandez (Team Delko Marseille) und Angel Madrazo (Team Delko Marseille). Zwischenzeitlich hatten die Ausreißer mehr als sechs Minuten Vorsprung und die Chancen auf den Tagessieg stiegen. 


 Entscheidung am letzten Anstieg

Auf der vorletzten, der drei 15 Kilometer langen Schlussrunden, lösten sich Domont und De Gendt von ihren Begleitern. “Auf dem Kurs der Schlussrunde kann man als Feld nicht viel Zeit gutmachen, deshalb habe ich immer an meine Chance geglaubt”, sagte De Gendt. Im letzten Aufstieg zur Côte de Rochetaillée (3. Kategorie) zog de Gendt dann erneut das Tempo an und Domont konnte nicht mehr folgen. “Ich bin heute auf das Bergtrikot gefahren, doch jetzt kann ich es nicht tragen”, sagte De Gendt mit einem Lächeln. Er hatte alle Bergwertungen gewonnen, trägt aber nun das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.


 

Das Rennen begann mit einer Gedenkminute an die Opfer des Anschlags in London.