Vom Start in Verviers führt die Strecke der dritten Etappe gen Süden, durch Luxemburg nach Longwy. Auf den 212,5 Kilometern gibt es kaum einen flachen Meter und das Finale ist eine kleine Bergankunft. So sind am dritten Tag der Tour erneut andere Fahrertypen gefragt. Das Finale ist etwas für die Puncheure im Peloton und so dürften es andere Mannschaften sein, die das Rennen kontrollieren. Für die Fahrer mit Ambitionen in der Gesamtwertung heißt es, sehr aufmerksam zu sein und im Finale keine Lücken aufreißen zu lassen.

 

Die Strecke

Nach dem Start im belgischen Verviers geht es durch die Ardennen gen Süden. Nach 18 Kilometern steht die erste Bergwertung (Kat. 4) auf dem Programm. Gut möglich, dass sich die Gruppe des Tages hier schon formiert hat. Da die Sprinter im Finale wohl keine Chance auf den Etappensieg haben, werden sie ihre Helfer auch nicht in die Verfolgungsarbeit einspannen. Da es aber einige gute Puncheure im Feld gibt, werden sich wohl genügend Mannschaften finden, die großes Interesse haben, die Gruppe zurückzuholen.

Tour de France 2017: Die Karte der 3. Etappe (©GEOATLAS)

Nach 89 Rennkilometern steht der Sprint des Tages an, ehe die nächsten Bergwertungen warten und die Tour dann Frankreich erreicht. Im Finale steht zunächst 15 Kilometer vor dem Ziel eine Bergwertung der 4. Kategorie an, ehe es weniger anspruchsvoll zum Zielort Longwy geht.
Die Schlusssteigung zum Ziel ist 1,6 Kilometer lang und im Schnitt 5,8% steil. Die steilste Stelle ist nach wenigen hundert Metern erreicht, dann geht es mit 11% bergauf.

Profil der Schlussteigung nach Longwy

Wer hier eine Chance auf den Etappensieg haben will, muss in einer der vorderen Positionen in den Schlussanstieg fahren. Für die Teams bedeutet dies, die Kapitäne möglichst weit vorn abzuliefern. So dürfte es auf den letzten Kilometern vor dem Anstieg extrem schnell und hektisch werden. Auch die Klassementfahrer wollen keine Zeit verlieren und demnach vorn in den Anstieg fahren.

Die letzten Kilometer der 3. Etappe der Tour 2017

 

Die Favoriten

Mit 1,6 Kilometern Länge und fast 6% Steigung dürfte der Anstieg für die Sprinter wohl zu schwer sein. Es ist eine Ankunft für Fahrer wie Greg van Avermaet oder auch Peter Sagan. Alejandro Valverde hätte dieses Finale sicher auch gelegen, doch der Spanier ist nach Sturz und Kniescheibenbruch zum Auftakt nicht mehr im Rennen.
Auch Michael Matthews und John Degenkolb werden versuchen, reinzuhalten. Da der Anstieg auf den letzten 1000 Metern an Steigung verliert, könnte das ihre Chance sein. Das gilt auch für Sonny Colbrelli, der beim Pfeil von Brabant bewiesen hat, dass er auf solchem Terrain bestehen kann. Auch Philippe Gilbert, Diego Ulissi und Wundertüte Carlos Betancur sollte man auf der Rechnung haben.

Im Kampf um das Grüne Trikot ist diese Etappe mit Koeffizient 2 versehen – das bedeutet, es gibt im Ziel für die ersten Fahrer 30-25-22-19-17-15-13-11-9-7-6-5-4-3-2 Punkte.

 

***** Peter Sagan
**** Greg Van Avermaet, Michael Matthews, Philippe Gilbert
***  Diego Ulissi, Alexis Vuillermoz, Carlos Betancur,  Sonny Colbrelli, John Degenkolb,
** Fabio Feline, Edvald Boasson Hagen, Michal Kwiatkowski, Arnaud Demare
*  Simon Clarke, Gianluca Brambilla, Simon Yates

 

Start: 12:25 Uhr
Ziel: ~17:15 Uhr

 

Weitere Texte zur #TDF2017

Alle Etappen der Tour de France 2017 mit Profil & Karte

Interview: Rick Zabel, bitte vervollständigen Sie diesen Satz: …

Nikias Arndt: “Wir wollen überall Punkte sammeln”