Yves Lampaert (Quick-Step) hat die zweite Etappe der 72. Vuelta a España gewonnen. Der Belgier setzte sich kurz vor dem Ziel aus der Spitze ab und siegte als Solist. Den Sprint der Verfolger gewann sein Teamkollege Matteo Trentin vor Adam Blythe (Aqua Blue Sport). Michael Schwarzmann (Bora-hansgrohe) sprintete auf Rang fünf.

Etwas mehr als zwei Kilometer vor dem Ziel spannte sich bei starkem Seitenwind das Quick-Step-Team an die Spitze des Feldes, dieses riss sofort auseinander. Als Lampaert an der Spitze aufs Tempo drückte, nahmen seine Kollegen dahinter das Tempo raus und ließen so die Lücke aufgehen. Lampaert zog durch und rettete einen kleinen Vorsprung ins Ziel. 
“Sie riefen einen Kilometer vor dem Ziel, dass ich gehen soll und es ist unglaublich”, sagte Lampeart im Ziel.

Mit dem Etappensieg und der Zeitbonifikation übernimmt der Belgier nun auch die Führung in der Gesamtwertung. Er führt nun vor Matteo Trentin und Daniel Oss (BMC).

 

So lief das Rennen

Bei starkem Wind entwickelte sich ein nervöses Rennen. Es wurde sehr schnell gefahren und es löste sich keine Ausreißergruppe. Mehrfach versuchten Teams bei Seitenwind das Feld zu sprengen, doch alle waren sehr aufmerksam.

Nachdem Katusha-Alpecin es rund 30 Kilometer vor dem Ziel probierte, spannte sich etwas weniger als 10 Kilometer vor dem Ziel das Sky-Team vors Feld und es bildeten sich Windstaffeln. Dennoch war das Feld recht groß, das auf die letzten drei Kilometer ging. Dann kam der Angriff von Quick-Step und das Feld zerriss komplett.

 

Kleine Abstände zwischen den Favoriten

Bei den Favoriten um den Gesamtsieg kam es nur zu kleinen Abständen. Alberto Contador (Trek-Segafredo), Simon Yates (Orica-Scott) und Ilnur Zakarin (Katuhsa-Alpecin) verloren 13 Sekunden auf Vicenzo Nibali (Bahrain-Merida), der mit der ersten Gruppe das Ziel erreichte. Froome, Kelderman, Majka und Pozzovivo erreichten nur 8 Sekunden nach Nibali das Ziel. Esteban Chaves verlor sogar nur 5 Sekunden.