Nach dem ersten Schlagabtausch der Favoriten auf den Gesamtsieg auf der dritten Etappe, können es Chris Froome & Co. am Dienstag etwas ruhiger angehen lassen. Der Parcours führt über wenig anspruchsvolles Terrain und könnte mit einem Massensprint enden. Doch vielleicht formiert sich auch eine starke Ausreißergruppe, die es den wenigen Sprintern schwer macht. Mit fast 200 Kilometern ist es ein langes Teilstück und sollte die aktuelle Wetterprognose stimmen, hätte das Peloton auf den letzten Kilometern leichten Gegenwind. Das würde es für die Ausreißer zusätzlich schwer machen.
Wie die Kräfteverhältnisse unter den Sprintern sind, ist noch nicht klar. Aus dem Ergebnis der flachen zweiten Etappe kann man kaum Rückschlüsse ziehen, denn der starke Wind und die clevere Attacke des Quick-Step-Teams haben einen echten Massensprint verhindert. 

Die Strecke

Karte de 4. Etappe der Vuelta 2017

Nach dem Start in Andorra geht es durch Johannes Fröhlingers “Wohnzimmer” zurück nach Spanien. Die ersten 50 Kilometer geht es leicht bergab und es könnte schnell gefahren werden. Vermutlich wird sich hier die Fluchtgruppe des Tages formieren. Der einzige Anstieg der Etappe beginnt bei Rennkilometer 119. Der Alto de Belltall ist als Berg der 3. Kategorie eingestuft. Es geht zwar lang, aber mit 2% nicht sonderlich steil bergauf.

Finale der 4. Etappe der Vuelta 2017

Die Zielanfahrt ist durchaus knifflig. Es gibt mehrere Kurven und kurz nach der 1000-Meter-Marke muss außen herum ein Kreisverkehr durchfahren werden. Es folgen weitere Kurven und 300 Meter vor dem Ziel die letzte Rechtskurve. Zum Ziel geht es mit rund 2,5 % bergan

 

Die Favoriten

In einem Massensprint auf leicht ansteigender Straße sind vor allem die kraftvollen Sprinter im Vorteil. Da von den reinen Top-Sprintern eh niemand im Rennen dabei ist, dürfte es keine allzu große Rolle spielen. Im winkligen Finale ist die Position sehr wichtig, und die Helfer spielen eine wichtige Rolle. Das Quick-Step-Team hat einige gute und erfahrene Männer für Matteo Trentin dabei und der Italiener präsentiert sich in guter Form. Aber auch John Degenkoln dürfte diese Ankunft liegen. Mit Koen de Kort hat man einen starken Anfahrer dabei und mit Edward Theuns sogar eine zweite Option im Sprint. 
Auch Magnus Cort Nielsen und Sacha Modolo sollte man natürlich auf dem Zettel haben. Michael Schwarzmann vom Bora-hansgrohe-Team hat auf der zweiten Etappe gezeigt, dass er in guter Form ist. Auch ihm ist eine Top-Platzierung durchaus zuzutrauen.

 

***** Magnus Cort Nielsen,  Matteo Trentin
**** Jonas van Genechten, Sacha Modolo, John Degenkolb,
*** Jens Debusschere, Adam Blythe, Michael Schwarzmann
** Lorenzo Manzin, Tom Van Asbroeck, Edward Theuns
* Juan José Lobato, Sven Erik Bystrøm, Anthony Roux

Start: 12:35 Uhr
Ziel: ~17:35 Uhr

 

Die weiteren Etappen

3. Etappe (21.8.) | 158,5 km | Prades Conflent Canigó – Andorra la Vella
4. Etappe (22.8.) | 189,2 km | Escaldes-Engordany – Tarragona. Anella Mediterránea 2018
5. Etappe (23.8.) | 175,7 km | Benicàssim – Alcossebre (Bergankunft)
6. Etappe (24.8.) | 204,4 km | Vila-real – Sagunt
7. Etappe (25.8.) | 207 km | Llíria – Cuenca. Ciudad Patrimonio de la Humanidad
8. Etappe (26.8.) | 199,5 km | Hellín – Xorret de Catí. Costa Blanca Interior
9. Etappe (27.8.) | 174 km | Orihuela – Cumbre del Sol. El Poble Nou de Benitatxell (Bergankunft)
10. Etappe (29.8.) | 164,8 km | Caravaca Año Jubilar 2017 / ElPozo Alimentación
11. Etappe (30.8.) | 187,5 km | Lorca – Observatorio Astronómico de Calar Alto (Bergankunft)
12. Etappe (31.08.) | 160,1 km) | Motril – Antequera. Los Dólmenes
13. Etappe (1.9.) | 198,4 km | Coín – Tomares
14. Etappe (2.9.) | 175 km | Écija – Alto Sierra de La Pandera
15. Etappe (3.9.) | 129,4 km | Alcalá la Real – Sierra Nevada. Alto Hoya de la Mora. Monachil (Bergankunft)
16. Etappe (5.9.) | 40,3 km | Circuito de Navarra – Logroño | Einzelzeitfahren
17. Etappe (6.9.) | 180,5 km | Villadiego – Los Machucos. Monumento Vaca Pasiega (Bergankunft)
18. Etappe (7.9.) | 169 km | Suances – Santo Toribio de Liébana (Bergankunft)
19. Etappe (8.9.) | 149,7 km | Caso. Parque Natural de Redes – Gijón
20. Etappe (9.9.) | 117,5 | Corvera de Asturias – Alto de l’Angliru | Bergankunft
21. Etappe (10.9.) | 117,6 km | Arroyomolinos – Madrid

 

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