Die siebte Etappe der 72. Spanien-Rundfahrt ist mit 207 Kilometer das längste Teilstück des Rennens und führt von Llíria nach Cuenca. Nach den beiden schweren Tagen zuvor werden die Fahrer in den Beinen merken, dass die Rundfahrt nun schon eine Woche läuft. Beim ersten oberflächlichen Blick aufs Etappenprofil könnte man diese Etappe als Sprinteretappe einstufen. Doch “Vuelta-Flachetappen” sind meist mit reichlich Kletterei verbunden. Auch am Freitag müssen immerhin 2700 Höhenmeter bewältigt werden. 
Die letzte Steigung ist nicht sonderlich lang, aber sehr steil und nur 11 Kilometer vom Ziel entfernt. Für die schwereren Sprinter könnte diese Rampe zum großen Hindernis werden. 

Die Strecke

Nach dem Start in Llíria geht es den ganzen Tag gen Nordwesten. Die ersten 100 Kilometer geht es, trotz einiger Abfahrten, überwiegend bergan. Anschließend geht es gut 90 Kilometer leicht wellig weiter, ehe das Finale beginnt. Etwa 16 Kilometer vor dem Ziel, beim Zwischensprint des Tages, ist man dem Zielstrich schon sehr nahe, doch dann wird noch eine Schleife über den steilen Alto del Castillo gefahren. Es geht zwar nur zwei Kilometer bergan, aber das mit rund 7% im Schnitt. Der Gipfel ist exakt 11,7 Kilometer vor dem Ziel erreicht und es geht bergab zum Ziel.

Finale der 7. Etappe der Vuelta 2017

Die Anfahrt zum Ziel hat zwar einige Kurven, doch diese dürften keine größeren Probleme darstellen. Es wird wohl ohnehin nicht das komplette Fahrerfeld geschlossen auf die letzten Kilometer gehen.

 

Die Favoriten

Auf diesem Terrain bietet sich den wenigen Sprintern im Rennen eine der wenigen Möglichkeiten auf einen Tagessieg. Da die reinen Top-Sprinter ohnehin nicht im Fahrerfeld sind, bleiben die Favoriten trotz des letzten Anstiegs die gleichen. Doch es ist eine lange Etapppe und die Teams der endschnellen Männer müssen genau überlegen, ob sie der Fluchtgruppe wirklich über Stunden hinterherjagen wollen. Sollte das Feld geschlossen in den letzten Anstieg gehen, könnten Klassikerfahrer wie Julian Alaphilippe oder Giovanni Visconti versuchen dem Feld zu entkommen. Doch vom Gipfel ist es noch recht weit und die Rückstände von Fahrern wie Matteo Trentin oder Sacha Modolo dürften an der Bergwertung nicht allzu groß sein.
Matteo Trentin hat bereits gezeigt, dass er in guter Verfassung ist. Der Italiener wäre wohl der Top-Favorit. Aber auch JJ Lobato und Sacha Modolo haben bei dieser Ankunft gute Chancen.

 
 
***** –
**** Matteo Trentin
*** Sacha Modolo, Juan José Lobato
** Giovanni Visconti, Søren Kragh Andersen
* Julian Alaphilippe, Tom Van Asbroeck, Adam Blythe, Larry Warbasse, Youcef Reguigui  

 

Start: 12:15 Uhr
Ziel: ~17:35 Uhr

 

Die weiteren Etappen

8. Etappe (26.8.) | 199,5 km | Hellín – Xorret de Catí. Costa Blanca Interior
9. Etappe (27.8.) | 174 km | Orihuela – Cumbre del Sol. El Poble Nou de Benitatxell (Bergankunft)
10. Etappe (29.8.) | 164,8 km | Caravaca Año Jubilar 2017 / ElPozo Alimentación
11. Etappe (30.8.) | 187,5 km | Lorca – Observatorio Astronómico de Calar Alto (Bergankunft)
12. Etappe (31.08.) | 160,1 km) | Motril – Antequera. Los Dólmenes
13. Etappe (1.9.) | 198,4 km | Coín – Tomares
14. Etappe (2.9.) | 175 km | Écija – Alto Sierra de La Pandera
15. Etappe (3.9.) | 129,4 km | Alcalá la Real – Sierra Nevada. Alto Hoya de la Mora. Monachil (Bergankunft)
16. Etappe (5.9.) | 40,3 km | Circuito de Navarra – Logroño | Einzelzeitfahren
17. Etappe (6.9.) | 180,5 km | Villadiego – Los Machucos. Monumento Vaca Pasiega (Bergankunft)
18. Etappe (7.9.) | 169 km | Suances – Santo Toribio de Liébana (Bergankunft)
19. Etappe (8.9.) | 149,7 km | Caso. Parque Natural de Redes – Gijón
20. Etappe (9.9.) | 117,5 | Corvera de Asturias – Alto de l’Angliru | Bergankunft
21. Etappe (10.9.) | 117,6 km | Arroyomolinos – Madrid

 

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