Die Vuelta 2017 hat das Peloton schon über einige Rampen geschickt, und auch am Sonntag wartet ein bis zu 21 % steiler Anstieg auf die Fahrer. Es steht die zweite Bergankunft dieser Rundfahrt an und einige im Fahrerfeld kennen das Finale der Etappe sehr gut. Denn dieses neunte Teilstück ist nahezu identisch mit der neunten Etappe des Jahres 2015. Damals überraschte Tom Dumoulin und holte sich mit einer Energieleistung in Benitatxell den Etappensieg.

Die Etappe hat bis zum Finale kaum Schwierigkeiten, denn es geht entlang der Küste. Der Wind soll auch nur mäßig pusten und so dürfte sich die spannende Action auf das Finale der Etappe konzentrieren. Dann wird der steile Anstieg zum Alto de Puig Llorença zwei Mal erklommen. Vermutlich werden die Abstände zwischen den Favoriten auch hier nicht sonderlich groß sein, doch der Kampf um den Gesamtsieg ist ein Kampf um Sekunden. Die Favoriten sind am Schlussanstieg voll gefordert und es wird sicher Attacken geben. 
Da am nächsten Tag ein Ruhetag ansteht, muss nicht sonderlich mit den Kräften gehaushaltet werden.

 

Die Strecke

Die Etappe ist 174 Kilometer lang und die Strecke führt den ganzen Tag entlang der Küste gen Norden. Die ersten 130 Kilometer sind flach, ehe es das erste Mal hinauf zum Alto de Puig Llorença geht. Es ist ein kurzer, aber sehr steiler Anstieg. Die erste Überfahrt ist als Wertung der Kategorie 2 eingestuft. 

Profil Alto de Puig Llorença

Nach einer kurzen Abfahrt wird eine rund 30 Kilometer lange Schleife gefahren, ehe man zurück am Schlussanstieg ist. Im Vergleich zur ersten Überfahrt wählt man kurz vor dem Ziel einen anderen Weg. Etwa 800 Meter vor dem Zielstrich geht es links weg und noch ein paar Meter weiter hinauf zum Cumbre del Sol. Der Anstieg ist 4 Kilometer lang und im Schnitt 9% steil. Die steilste Passage ist etwa nach einem Kilometer erreicht und hat  21 %.

Das Finale der 9. Etappe der Vuelta 2017

 

Resumen – Etapa 9 (Torrevieja / Cumbre del Sol… von la_vuelta
 

 

Die Favoriten

Erneut ist es sehr gut möglich, dass eine Ausreißergruppe den Sieg unter sich ausmacht. Da wohl ein ganz leichter Gegenwind den Fahrern lange Zeit entgegen pustet, mindert das etwas die Chancen der Ausreißer. Aber sollte sich erneut eine große Gruppe zusammenfinden und im Feld erneut nur Sky arbeiten, haben die Ausreißer sehr gute Karten.
Kandidaten für die Gruppe gibt es genügend. Poljanski, Atapuma, Bol, De Marchi, Verona, Fraile, Mamykin, Costa, Mas, …
Doch auf dem flachen Terrain ist das Rennen leichter zu kontrollieren und vielleicht beteiligen sich ja Mannschaften an der Nachführarbeit.

Beim Kampf der Favoriten um den Gesamtsieg wird es erneut heiß hergehen. Bislang schenkten sich die Klassementfahrer nichts und das wird wohl auch am Sonntag so sein. Die harten Renntage werden einige mehr spüren, als ihnen lieb ist. Auch wenn die Rampe zum Ziel nicht sonderlich lang ist, wer hier einen schlechten Tag erwischt, kann durchaus mehr als eine Minute verlieren.

Chris Froome macht bislang einen sehr starken und sehr souveränen Eindruck. Dieser Anstieg dürfte ihm erneut liegen und vielleicht versucht er wieder ein paar Sekunden mehr Vorsprung auf seine Verfolger herauszufahren. Das gilt auch für den wiedererstarkten Alberto Contador, der in seinem letzten Rennen natürlich unbedingt eine Etappe gewinnen will. Auch Michael Woods ist einiges zuzutrauen. Der Kanadier fährt sehr stark und diese Rampe dürfte ihm liegen.
 
***** –
**** Chris Froome, Alberto Contador
*** Michael Woods, Esteban Chaves
** Wouter Poels, Darwin Atapuma, Fabio Aru
* Tejay van Garderen, S+A Yates, Vincenzo Nibali, Nicolas Roche  

 

Start: 12:15 Uhr
Ziel: ~17:40 Uhr

 

Die weiteren Etappen

10. Etappe (29.8.) | 164,8 km | Caravaca Año Jubilar 2017 / ElPozo Alimentación
11. Etappe (30.8.) | 187,5 km | Lorca – Observatorio Astronómico de Calar Alto (Bergankunft)
12. Etappe (31.08.) | 160,1 km) | Motril – Antequera. Los Dólmenes
13. Etappe (1.9.) | 198,4 km | Coín – Tomares
14. Etappe (2.9.) | 175 km | Écija – Alto Sierra de La Pandera
15. Etappe (3.9.) | 129,4 km | Alcalá la Real – Sierra Nevada. Alto Hoya de la Mora. Monachil (Bergankunft)
16. Etappe (5.9.) | 40,3 km | Circuito de Navarra – Logroño | Einzelzeitfahren
17. Etappe (6.9.) | 180,5 km | Villadiego – Los Machucos. Monumento Vaca Pasiega (Bergankunft)
18. Etappe (7.9.) | 169 km | Suances – Santo Toribio de Liébana (Bergankunft)
19. Etappe (8.9.) | 149,7 km | Caso. Parque Natural de Redes – Gijón
20. Etappe (9.9.) | 117,5 | Corvera de Asturias – Alto de l’Angliru | Bergankunft
21. Etappe (10.9.) | 117,6 km | Arroyomolinos – Madrid

 

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