Im Vergleich zur steilen Schlussrampe am Mittwoch, geht es auf der 18. Etappe geradezu harmlos bergauf. Doch auch diese Etappe ist nicht zu unterschätzen. Mit rund 2900 Höhenmetern und vier Anstiegen ist dieses Teilstück durchaus anspruchsvoll. Doch die Favoriten werden nach zwei harten Tagen diesen etwas entspannteren Renntag gern annehmen.

Es ist das ideale Terrain für eine starke Ausreißergruppe, die sehr gute Chancen hat durchzukommen. So ist es gut möglich, dass es einen langen und harten Kampf um die Plätze in der Fluchtgruppe gibt. Doch auch die Favoriten müssen im Finale mit der kurzen Schlusssteigung aufmerksam sein. Große Zeitabstände sind zwischen den Klassementfahrern aber nicht zu erwarten.

 

Die Strecke

Karte de 18. Etappe der Vuelta 2017

Die Etappe führt durch Kantabrien im Norden Spaniens. Nach dem Start in Suances geht es zunächst gut 100 Kilometer flach entlang der Küste. Anschließend stehen innerhalb von rund 35 Kilometern drei Anstiege an. Keine Monsterberge, aber jeweils gut sechs Kilometer Kletterei bei durchschnittlich 6% Steigung. Gut möglich, dass im Kampf um den Tagessieg hier eine Vorentscheidung fällt.

Das Finale der 18. Etappe der Vuelta 2017

Auf den letzten Kilometern wird es auch Feld recht schnell werden, denn alle Favoriten wollen weit vorn in die Schlusssteigung gehen. Auch wenn es im Roadbook anders vermerkt ist, der Schlussanstieg ist rund zwei Kilometer lang und im Schnitt gut 10% steil. Es ist eine Rampe für Puncheure.

 

Die Favoriten

Sehr wahrscheinlich wird eine Ausreißergruppe den Tagessieg unter sich ausmachen. Für diese Gruppe kommen natürlich viele Fahrer in Frage. Aber wer sich am Ende durchsetzten will, muss im Schlussanstieg über reichlich Punch verfügen, oder seine Konkurrenten schon vorher distanzieren. Jan Polanc, Alexey Lutsenko, Luis Leon Sanchez, Rui Costa, Julian Alaphilippe, Alessandro de Marchi sind für diese Etappe heiße Kandidaten. Aber auch Marc Soler, Giovanni Visconti, Maxime Monfort (krank ausgestiegen), Romain Bardet, Darwin Atapuma oder Bob Jungels sollte man auf der Rechnung haben. Dazu das halbe Caja-Rural-Team und sicher auch ein Fahrer von Manzana Postobon.

Bei den Favoriten gibt es sicher einen Sprint um Sekunden.  

 
 
***** – 
**** Romain Bardet, Darwin Atapuma
*** Luis Leon Sanchez, Rui Costa, Maxime Monfort
**  Alexey Lutsenko, Julien Alaphilippe, Bob Jungels, Marc Soler
*  Miguel Angel López, Rafal Majka, Michael Woods

 

Start: 12:55 Uhr
Ziel: ~17:40 Uhr
 

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