Sonny Colbrelli (Bahrain-Merida) hat die vierte Etappe der 5. Dubai Tour gewonnen. Der Italiener setzte sich bei der steilen Ankunft am Stausee in Hatta Dam vor Magnus Cort Nielsen (Astana) durch. Dritter wurde Timo Roosen (LottoNL-Jumbo).

Ausreißer Brandon McNulty war mit rund 20 Sekunden Vorsprung in den bis zu 17 % steilen, aber kurzen Schlussanstieg zur Staumauer in Hatta Dam gegangen und kämpfte verbissen. Doch etwa 75 Meter vor dem Ziel schossen Colbrelli, Nielsen und Co. an ihm vorbei.

“Die letzten zwei Kilometer waren wirklich herausfordernd”, sagte Colbrelli nach dem Rennen. “Vincenzo [Nibali] hat wirklich gute Arbeit geleistet. Ich hatte ein kleines mechanisches Problem, aber am Ende habe ich gewonnen. Das war ein wichtiger Sieg für das ganze Team. Der Ausreißer war wirklich sehr stark. Wir haben ihn erst 20-30 Meter vor dem Ziel eingeholt”, so Colbrelli.

 

Elia Viviani erreichte als Sechster das Ziel und bleibt in der Gesamtwertung vorn. 

“Als Colbrelli losfuhr, habe ich mich darauf konzentriert, keine Zeit zu verlieren”, sagte Viviani im Ziel. “Ich habe geschaut, dass keine Lücke entsteht. Es war das Ziel, das Trikot zu verteidigen, nun müssen wir das Rennen morgen kontrollieren. Klar, Magnus Cort ist nah dran, aber es ist gut, dass Cav und Kittel nicht so nah dran sind. Ich muss morgen einfach versuchen, den bestmöglichen Sprint abzuliefern. Es ist eine weitere Chance auf einen Etappensieg”, so Vivinai, der in der Gesamtwertung nun zwei Sekunden vor Magnus Cort liegt.

So lief das Rennen

Die Spitzengruppe des Tages bildeten Conor Dunne (Aqua Blue Sport), Robin Carpenter (Rally), Brandon McNulty (Rally), Christopher Williams (Novo Nordisk), Sun Xiaolong (Mitchelton-BikeExchange) und Simone Bevilacqua (Willier). Das Feld ließ sie einige Minuten weg. Als es ins Finale der Etappe ging, fielen zunächst Williams, Bevilacqua und Xiaolong zurück.

Dunne und die beiden Rally-Fahrer Robin Carpenter und Brandon McNulty gingen mit rund drei Minuten Vorsprung auf die letzten 20 Kilometer. Doch das Tempo im Feld war enorm hoch. Carpenter fiel aus der Spitzengruppe etwa 12 Kilometer vor dem Ziel zurück. Wenig später griff McNulty an und behauptete sich bis 75 Meter vor dem Ziel an der Spitze.