Paris-Nizza ist die erste enorm wichtige Rundfahrt des Jahres. Die 76. Austragung des Rennens wird vom Tourveranstalter ASO organisiert. Ein schwerer, aber ausgewogener Parcours, hohes Prestige und viel Tradition machen die “Fahrt zur Sonne” für Teams und Fahrer zum ersten ganz großen Highlight der Saison. Vor allem für die Rundfahrer ist es mehr als eine Standortbestimmung für die noch neue Saison. In den Siegerlisten tauchen ausschließlich große Namen auf.

Das Rennen steht in Konkurrenz zur ersten italienischen Rundfahrt des Jahres, der Fernfahrt Tirreno-Adriatico. Viele Fahrer, die sich für die Strade Bianche entschieden haben, werden das italienische Etappenrennen Tirreno-Adritico fahren, schon aus logistischen Gründen. Doch auch der Parcours von Paris-Nizza hat die Teams bei der Nominierung ins Grübeln gebracht.

Mit nur einer echten Sprinteretappe im Programm, macht etwa Marcel Kittel in diesem Jahr einen Bogen um das französische Rennen und fährt stattdessen Tirreno-Adriatico. Dagegen holen sich viele Klassikerfahrer, wie etwa John Degenkolb, Oliver Naesen, Alexander Kristoff oder Dylan van Baarle den Feinschliff in Frankreich. 

Das Feld der Top-Rundfahrer teilt sich zwischen Tirreno-Adritico und Paris-Nizza auf, dabei spielt neben der Rennplanung auch die Nationalität eine Rolle. Für Warren Barguil und sein Fortuneo-Samsic-Team ist Paris-Nizza eines der wichtigsten Rennen des Frühjahrs.

 

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Die Strecke

Das Rennen ist insgesamt 1198,8 Kilometer lang und führt über acht Etappen.

Das Finale der ersten Etappe ist etwas für die Puncheure im Peloton, denn zum Ziel geht es die letzten 2 Kilometer bergan.

Paris-Nizza 2018 – Finale 1. Etappe

Am zweiten Tag bekommen dann in Vierzon wohl die Sprinter ihre Chance, auch wenn es zum Ziel leicht bergan geht.

Paris-Nizza 2018 – Finale 2. Etappe

Die dritte Etappe hat ein welliges Profil, mit einem Anstieg der dritten Kategorie rund 25 Kilometer vor dem Ziel. Hier sind viele Szenarien denkbar.

Am vierten Tag steht das 18 km lange Einzelzeitfahren auf dem Programm.

Die fünfte Etappe ist erneut wellig, inklusive des 11 km langen Anstiegs zum Col de Lagarde-d’Apt zur Rennmitte.

Mit der sechsten Etappe beginnt das schwere Finale der Rundfahrt. Auf dem Weg nach Vence müssen dann sechs Anstiege bewältigt werden. Zum Ziel in Valdeblore La Colmiane geht es 16,3 Kilometer mit 6,2% Durchschnittssteigung bergan.

Das siebte Teilstück ist die Königsetappe der Rundfahrt. Hier dürfte eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fallen. 

Schlussanstieg der 7. Etappe – Paris-Nizza 2018

Die nur 110 Kilometer lange Schlussetappe verspricht ein unterhaltsames Rennen. Der Parcours ist mit sechs Anstiegen gespickt und bietet das perfekte Terrain für einen allerletzten Angriff auf das Gelbe Trikot. Im Finale geht es über den berühmten Col d’Èze.

Finale der 8. Etappe | Paris-Nizza

 

Zeitbonifikation:
Zwischensprint : 3”, 2” et 1” 
Etappenziel: 10”, 6” et 4” 

Die Favoriten

Paris-Nizza ist schwer berechenbar. Im vergangenen Jahr zerbröselte das Feld auf den ersten Etappen bei heftigem Seitenwind und einige der Favoriten verloren bereits viel Zeit. Bei einer solch kurzen Rundfahrt entscheiden Sekunden, manchmal auch die Zeitbonifikationen. Alberto Contador kann davon ein Lied singen.

Bergankunft, Zeitfahren und die kurze, heftige Schlussetappe – hier sind die exzellenten Rundfahrer die Top-Favoriten. Jakob Fuglsang, Warren Barguil, Esteban Chaves, Simon Yates, Bauke Mollema, Rui Costa, Tejay van Garderen, Ilnur Zakarin, Tony Gallopin, Wouter Poels, … auf der Startliste finden sich einige starke Rundfahrer.

Auch Titelverteidiger Sergio Henao wird dabei sein. Aufgrund des Profils kann man auch Fahrer wie Julian Alaphilippe oder Tim Wellens zum Favoritenkreis hinzufügen. Auch auf den jungen Niederländer Sam Oomen darf man gespannt sein.

Betrachtet man die bisherigen Saisonleistungen, dürften Wout Poels und Jakob Fuglsang die Top-Favoriten sein. 

Die offizielle Startliste findest du hier

Die letzten 10 Sieger:
2017 | Sergio Henaio
2016 | Geraint Thomas
2015 | Richie Porte
2014 | Carlos Betancur 
2013 | Richie Porte 
2012 | Bradley Wiggins
2011 | Tony Martin 
2010 | Alberto Contador
2009 | Luis Leon Snachez 
2008 | Davide Rebellin