Für viele Fahrer ist Tirreno-Adriatico ein erster Saisonhöhepunkt. Die Rundfahrer können ihre Form einem echten Test unterziehen und sehen, wo sie mit Blick auf den Giro d’Italia im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Für die Klassiker-Fahrer ist es ein wichtiger Punkt in der Vorbereitung auf Mailand-Sanremo. Das Rennen wird bereits zum 53. Mal ausgetragen und gehört zur WorldTour.

Auch einige Top-Sprinter stehen am Start. Katusha-Alpecin-Neuzugang Marcel Kittel macht in diesem Jahr einen Bogen um Paris-Nizza und ist erstmals seit 2014 wieder bei Tirreno-Adriatico dabei. Kittel hofft auf seinen ersten Saisonsieg, muss sich aber gegen Fernando Gaviria, Sonny Colbrelli und Caleb Ewan behaupten.

Die Liste der Klassikerfahrer, die sich bei dem Rennen den letzten Schliff holen wollen, ist lang. Sagan, Van Avermaet, Gilbert, Kwiatkowski, Stybar, Stuyven, Vanmarcke, Terpstra und weitere Klassiker-Spezialisten stehen am Start. 

 

Die Strecke

Traditionell führt der Kurs von der tyrrhenischen Küste zur Adria. Wie in den vergangenen zwei Jahren beginnt das Rennen auch in diesem Jahr mit einem Mannschaftszeitfahren. Die Sprinter dürfen auf zwei Chancen hoffen. Die Bergankunft am vierten Tag dürfte dem Klassement Struktur geben. Die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt beim Einzelzeitfahren am Schlusstag. 
Es ist ein ausgewogener und klassischer Parcours über insgesamt  987,5 Kilometer.

 

Die Etappen

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Die Etappen:
1. Etappe 7.März | Lido di Camaiore (TTT) 21.5 km
2. Etappe 8. März| Camaiore – Follonica 167 km
3. Etappe 9. März |  Follonica – Trevi 239 km
4. Etappe 10. März | Foligno – Sarnano Sassotetto 219 km
5. Etappe 11. Märt | Castelraimondo – Filottrano 178 km
6. Etappe 12. März | Numana – Fano 153 km
7. Etappe 13. März | San Benedetto del Tronto (ITT) 10 km

Das Rennen startet mit einem 21,5 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren. Der Kurs ist technisch wenig anspruchsvoll. Es geht flach am Meer entlang und nach einer Wende wieder zurück. Die starken Teams mit einem guten Rhythmus werden hier vorn sein. 
Am zweiten Tag gibt es die erste Chance für die Sprinter. Kittel, Ewan und Co. werden den Sieg wohl unter sich ausmachen. Die Zielgerade ist lang und das Finale wenig anspruchsvoll – ideal für einen Massensprint.

Am dritten Tag fällt die Entscheidung in einem Finale für Puncheure. Zum Ziel geht es steil bergan.

Tirreno-Adriatico: Finale der 3. Etappe

Auf der vierten Etappe wird es eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg geben. Die Bergankunft in Sarnano Sassotetto ist lang und schwer. Es ist ein Anstieg für die echten Kletterer. Man darf gespannt sein, wie stark sich Chris Froome, Fabio Aru und Tom Dumoulin präsentieren. Das Trio will beim Giro im Mai um den Gesamtsieg kämpfen.  

Tirreno-Adriatico: Schlussanstieg der 4. Etappe

Am fünften Tag gibt es erneut eine mittelschwere Etappe mit einer Ankunft für Puncheure. Vier Kilometer vor dem Ziel geht es mit 16% bergan und auch die Anfahrt zum Ziel ist rund 6,5% steil.

Tirreno-Adriatico: Finale der 5. Etappe

Am vorletzten Tag der Rundfahrt bekommen die Sprinter ihre zweite Gelegenheit, zu glänzen. Das Finale der Etappe ist flach und die Top-Sprinter werden sich diese Chance nicht entgehen lassen wollen. 

Beim 10 km langen Einzelzeitfahren zum Abschluss fällt die Entscheidung um den Gesamtsieg. Der Parcours ist flach und führt entlang der Küste. Es geht 5 km gen Süden und dann zurück zum Ziel. Es ist ein Zeitfahren für die Fahrer mit viel Power. Tom Dumoulin und Chris Froome können hier zeigen, was sie drauf haben.

Tirreno-Adriatico 2018

 

Die Favoriten

Der ausgewogene Parcours macht die echten Rundfahrer zu den Top-Favoriten. Tom Dumoulin, Chris Froome, Rigoberto Uran, Vincenzo Nibali, … die Liste der Top-Fahrer ist lang. Mit dem Einzelzeitfahren zum Schluss sind Dumoulin und Froome sicher die Top-Favoriten. Aber Romain Bardet und auch Wilco Kelderman haben sich bereits in sehr guter Form präsentiert. Dazu sollte man Froomes Teamkollegen Geraint Thomas nicht vergessen, der bei der Algarve-Rundfahrt extrem stark war. Auch Bob Jungels und  Primoz Roglic gehören zum erweiterten Favoritenkreis. Super-Kletterer Miguel Angel Lopez liegt das Zeitfahren zum Abschluss eher weniger. 
Gespannt darf man auf Michal Kwiatkowski sein. Die lange Bergankunft ist sicher etwas zu schwer für ihn, um bei den Besten mitzufahren, aber die Puncheure-Etappen sind ideal und das Zeitfahren ist für ihn nicht zu lang. Doch das Team Sky wird sicher mit einer klaren Rollenverteilung ins Rennen gehen, sodass Kwiatkowski das Rennen eher zur Vorbereitung auf Mailand-Sanremo nutzt.
Mit Mikel Landa, Adam Yates und Rohan Dennis sind weitere interessante Fahrer dabei. Auch Bora-hansgrohe-Neuzugang Davide Formolo wird sich zeigen wollen.

 

 

Die offizielle Startliste finde ihr hier.

 

Die letzten 10 Sieger:

2008  CANCELLARA Fabian (Sui)
2009  SCARPONI Michele
2010  STEFANO Garzelli
2011  EVANS Cadel (Aus)
2012  NIBALI Vincenzo
2013  NIBALI Vincenzo
2014  CONTADOR Alberto Velasco (Esp)
2015  QUINTANA Nairo (Col)
2016  VAN AVERMAET Greg (Bel)
2017  QUINTANA Nairo (Col)