Es ist die inoffizielle Sprinter-WM. Der Scheldeprijs hat viel Tradition und reichlich Prestige. Zum 106. Mal wird das Rennen bereits ausgetragen. Der Kurs variiert immer mal, aber am Charakter des Rennens hat sich in den vergangenen Jahren nichts geändert. Es ist wie gemacht für die Sprinter. Mit dem Termin zwischen Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix sind meist einige der ganz großen Namen am Start, was das Rennen für das belgische Publikum trotz wenig spektakulärem Parcours zum Pflichttermin macht.

Auch wenn es einige vielversprechende Attacken gibt, kommt es am Ende meist doch zum Sprint. Top-Favorit ist auch 2018 Katusha-Sprinter Marcel Kittel.

 

Die Strecke

Profil des Scheldeprijs 2018

Über 200,4 Kilometer geht es vom niederländischen Terneuzen nach Schoten. Auf den ersten Kilometern geht es durch das windanfällige Zeeland, hier müssen die Teams auf Windstaffeln achten. 50,4 Kilometer vor dem Ziel wird zum ersten Mal die Ziellinie passiert. Anschließend stehen noch drei Runden auf einem 16,8 Kilometer langen Kurs an. Dabei muss auch jeweils ein 1,7 km langer Pflaster-Sektor überwunden werden. Allerdings ist dieser nicht vergleichbar mit dem üblen Pave eines Carrefour de l’Arbre.

Schlussrunden des Scheldeprijs 2018

 

Die Favoriten

Das es am Ende nicht zu einem Sprint kommt, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber sehr unwahrscheinlich. Jedes Team kennt den Parcorus und sieht eine gute Chance für ihren Sprinter. Dementsprechend sind sich viele Mannschaften einig und setzten alles daran, dass es zum Sprint kommt.

Top-Favorit ist Rekordsieger Marcel Kittel. Für das Katusha-Alpecin-Team läuft es bislang wenig berauschend. Auch wenn Nathan Haas für den ersten Erfolg in dieser Saison gesorgt hatte, sieht es so aus, als sei Kittel der einzige Fahrer, der beständig für große Erfolge sorgen kann.  Der Druck ist groß, denn das Team steht im WorldTour-Ranking ganz unten und hat bislang nur wenig beeindruckendes vorzuweisen. Da käme ein Sieg von Kittel bei der inoffiziellen Sprinter-WM natürlich genau richtig.

Doch die Konkurrenz ist nicht zu unterschätzen. Dylan Groenewegen, Arnaud Demare, aber auch Pascal Ackermann sind heiß auf das Rennen. Im Finale wird es meist hektisch und gefährlich, da ist es enorm wichtig den Sprintkapitän ganz vorn zu halten. Quick-Step schickt mit Álvaro José Hodeg und Fabio Jakobsen zwei sehr junge, aber extrem talentierte Sprinter ins Rennen. Bei Sunweb setzt man wohl auf Phil Bauhaus, hat aber mit Max Walscheid einen weiteren Sprinter dabei.

 

***** Marcel Kittel
**** Dylan Groenewegen
*** Arnaud Demare, Pascal Ackermann, Phil Bauhaus
** Tom Van Asbroeck, Álvaro José Hodeg, Adam Blythe
* Michael van Staeyen, Fabio Jakobsen, Sondre Holst Enger, Kenny Dehaes, Amaury Capiot

Die offizielle Website mit Startern findest du hier, Startliste als PDF hier.