“Um ehrlich zu sein, habe ich es erst geglaubt dass es klappt, als ich auf der Zielgerade war und niemand da war”, sagte Bob Jungels (Quick-Step) überglücklich im Ziel. Jungels hatte am Gipfel des vorletzten Anstiegs, rund 20 Kilometer vor dem Ziel, angegriffen und sich allein abgesetzt. Nachdem die Verfolger nicht sofort nachsetzten, konnte Jungels schnell rund 20 Sekunden Vorsprung herausfahren. Jede Attacke, die in der Verfolgergruppe gestartet wurde, ging Jungels Teamkollege Julian Alaphilippe mit und neutralisierte so die Angriffe. Am Ende hatte Jungels genügend Zeit seinen ersten Sieg bei einem Monument ausreichend zu bejubeln.

Platz zwei ging nach 258,5 Kilometern von Lüttich nach Ans an Michael Woods (EF Education First-Drapac), der sich kurz vor dem Ziel gemeinsam mir Romain Bardet (AG2R) aus der Verfolgergruppe angesetzt hatte. Bardet wurde Dritter. Platz vier ging an Julian Alaphilippe (Quick-Step), der den Sprint der zweiten Gruppe gewann und ebenfalls den Sieg seines Teamkollegen bei der Zieldurchfahrt bejubelte. 

 

So lief das Rennen

Die Ausreißergruppe des Tages bildeten Florian Vachon (Fortuneo-Samsic), Jérôme Baugnies (Wanty-Groupe Gobert), Loïc Vliegen (BMC), Anthony Perez (Cofidis), Mark Christian (Aqua Blue Sport), Casper Pedersen (Aqua Blue Sport), Paul Ourselin (Direct Énergie), Antoine Warnier (WB Aqua Protect Veranclassic) and Mathias Van Gompel (Sport Vlaanderen-Baloise). Das Feld ließ die große Gruppe nicht mehr als sechs Minuten weg.

Etwa 90 Kilometer vor dem Ziel begann die Spitzengruppe immer kleiner zu werden. Pedersen setzte sich ab und Warnier und van Gompel mussten reißen lassen. Später verlor auch Loïc Vliegen den Anschluss. Vor allem das UAE Team Emirates und Movistar machten lange das Tempo im Feld.

In die  Côte de La Redoute, 39 Kilometer vor dem Ziel, gingen die Ausreißer mit knapp zwei Minuten Vorsprung. Baugnies griff an und hängte seine Begleiter ab. Etwas mehr als 22 Kilometer vor dem Ziel wurde auch Baugnies vom Feld abgeholt un das Feld ging geschlossen in den vorletzten Anstieg, den Côte de la Roche-aux-Faucons. 

Im Anstieg griff zunächst Philippe Gilbert an, wurde aber schnell wieder eingeholt. Dann ging Bob Jungels nach vorn und machte das Tempo. Als am Ende des Anstiegs keiner die Führung übernehmen wollte, attackierte Jungels und zog davon. 

Am letzten Anstieg, rund sechs Kilometer vor dem Ziel, griff Jelle Vanendert an und setzte sich aus der Verfolgregruppe ab. Nach dem Anstieg lösten sich auch Michael Woods und Romain Bardet aus der Verfolgergruppe.