Im Jubel war die Erleichterung abzulesen. Endlich hatte es geklappt, mit dem Etappensieg für Groupama-FDJ. Auf der leicht abfallenden Zielgeraden wartete Demares Anfahrer Jacopo Guarnieri lange ab und brachte seinen Sprinter erst rund 300 Meter vor dem Ziel nach vorn. Aus perfekter Position konnte Arnaud Demare dann seinen Sprint eröffnen und holte sich den Etappensieg. Auf den letzten Metern spürte Demare, dass Christophe Laporte (Cofidis) aus dem Windschatten heraus versuchte, links vorbeizusprinten. Demare zog leicht nach links, worüber sich Laporte aufregte. Platz drei ging an Alexander Kristoff (UAE Team Emirates). John Degenkolb (Trek-Segafredo) wurde Siebter. 

Thomas bleibt in Gelb

In der Gesamtwertung gab es auf den ersten Positionen keine Veränderungen. Alle Favoriten erreichten mit dem Hauptfeld das Ziel und so liegt Geraint Thomas (SKy) weiter 1:59 min vor Tom Dumoulin. Chris Froome ist mit 2:31 min Rückstand Gesamtdritter. Nairo Quintana (Movistar), Gesamtfünfter, erlebte eine Schrecksekunde. Der Kolumbianer stürzte und verletzte sich am linken Arm. Er konnte das Rennen aber fortsetzen und erreichte mit dem Hauptfeld das Ziel.

“Es war kein lockerer Tag, wir mussten das Tempo hochhalten und es war verdammt heiß”, sagte Thomas im Ziel. “Morgen gibt es noch eine große, schwierige Etappe mit wahrscheinlich vielen Attacken. Bisher waren wir als Team sehr stark und als Team versuchen wir auch das Trikot zu verteidigen. Vielleicht versucht einer meiner Konkurrenten morgen in die erste Gruppe zu kommen, um uns früh unter Druck zu setzen. Wir müssen also aufmerksam sein und das tun, was wir die ganze Tour schon machen”, so der Mann in Gelb.
 

Starke Gruppe, Feld kompromisslos

Kurz nach dem Start gab es die üblichen Attacken. Es wurde einige Kilometer sehr schnell gefahren und es formierte sich eine  stark besetzte Ausreißergruppe. Mit Guillaume van Keirsbulck (Wanty Groupe Gobert), Niki Terpstra (Quick-Step Floors), Matthew Hayman (Mitchelton-Scott), Thomas Boudet (Direct Energie) und Luke Durbridge (Mitchelton-Scott) hatten sich extrem tempofeste Fahrer abgesetzt und das Feld ließ sie nicht mehr als zwei Minuten weg. Rund 16 Kilometer vor dem Ziel waren alle Ausreißer eingeholt, nachdem es an der letzten Bergwertung noch einen Angriff gegeben hatte. Das Bora-hansgrohe Team führte das Feld auf die letzten Kilometer und auch die Trek-Segafredo Mannschaft zeigte sich vorn im Feld.