Der erste Blick aufs Profil lässt vielleicht schnell an einen Sprint denken, doch das Finale ist vielleicht zu schwer für die reinen Sprinter. Es ist eine typische Vuelta-Flachetappe, denn es sind auch am Freitag mehr als 2500 Höhenmeter zu überwinden. Im Finale geht es über schmale Straßen und einige kurze Anstiege. Auch die letzten Meter sind mit 5-6 % ordentlich ansteigend. So dürfte dieses Finale vor allem den bergfesten Sprintern und den Puncheuren liegen. 

Auch die Favoriten auf den Gesamtsieg müssen aufmerksam sein. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass einer der Kapitäne Probleme bekommt, aber hält man sich nicht ganz vorn auf, kann man bei einem Sturz im Feld schnell ins Hintertreffen geraten und einige Sekunden verlieren.

 

Die Strecke 

Karte der 7. Etappe der Vuelta 2018

Von Puerto Lumbreras führt die Strecke gen Westen. Bis zum Ziel in Pozo Alcón sind 188 Kilometer zu fahren. Rund 50 Kilometer vor dem Ende wird die Ziellinie schon einmal passiert, diesmal aber in umgekehrter Richtung und es geht auf eine kleine Schleife. Dort geht es über schmale Straßen und über den letzten Anstieg des Tages.

Der Alto de Ceal ist mit 4,5 km Länge und 5,4% Steigung kein Monsterberg, aber wenn hier aufs Tempo gedrückt wird, kann das Feld auseinanderfliegen. Die Bergwertung ist 12 Kilometer vor dem Ziel erreicht und es folgt eine sehr kurze Abfahrt. Anschließend geht es weiter leicht bergauf zum Zielort. Die Anfahrt zum Ziel ist wenig knifflig, etwa 300 Meter vor dem Ziel geht es durch eine Linkskurve auf die kurze Zielgerade. Bis zur 500-Meter-Marke ist es nur leicht ansteigend, aber dann wird es mit fast 5% doch steiler. Wer hier siegen will, braucht einen kräftigen Punch.

Finale der 7. Etappe der Vuelta 2018

 

Die Favoriten

Die ersten Kilometer der Etappe sind wellig und durchaus anspruchsvoll. Das spricht dafür, dass sich vielleicht eine starke Ausreißergruppe absetzten kann.  Die Chancen durchzukommen, stehen nicht schlecht, denn es stellt sich die Frage, welches Team konsequent nachsetzen will, wenn das Finale für die Sprinter vielleicht zu schwer ist. Die Überlegungen stellen im Peloton natürlich einige Fahrer und Sportliche Leiter an, weshalb der Kampf um die Gruppe sehr hart werden könnte. Es gibt einige starke Fahrer, die in der Gesamtwertung schon etwas weiter zurückliegen. Omar Freile, Tiesj Benoot, Maxime Monfort oder auch Edu Prades. Thomas de Gendt braucht keine Extra-Einladung für einen Angriff und bei Burgos-BH und Caja-Rural ist man immer für eine Flucht bereit.

Das Finale ist durchaus anspruchsvoll, auch wegen der schmalen Straßen. Es ist nicht extrem steil, aber es geht doch bergan. Aus dem Feld sind sicher Alejandro Valverde und Michal Kwiatkowski die Favoriten. Es wäre auch ein Finale für Peter Sagan, aber mit wirklich guter Form, was aber nach dem Sturz bei der Tour noch nicht wieder der Fall zu sein scheint. Vielleicht ist es auch für einen Matteo Trentin das ideale Terrain, denn er Italiener kommt auch über kleine Anstiege sehr gut.

 

***** –
**** Michal Kwiatkowski, Alejandro Valverde, Matteo Trentin
*** Thomas de Gendt, Simon Clarke, Jay McCarthy, 
** Tiesj Benoot, Omar Fraile, Fabio Felline
* Peter Sagan, Edu Prades, Elia Viviani, Giacomo Nizzolo, Simone Consonni

Start: 12:20 Uhr
Ziel: ~17:10 Uhr

 

Weitere Artikel zur Vuelta 2018:
Podcast-Vorschau mit Johannes Fröhlinger
Die Favoriten mit ihren Stärken & Schwächen

Die weiteren Etappen mit Profil zum durchklicken:
8. Etappe | 1. September | Linares – Almadén | 195,1 km
9. Etappe | 2. September | Talavera de la Reina – La Covatilla | 200,8 km (Bergankunft)
Ruhetag   | 3. September
10. Etappe | 4. September | Salamanca. VIII Centenario – Fermoselle. Bermillo de Sayago | 172,5 km
11. Etappe | 5. September | Mombuey – Ribeira Sacra. Luintra | 207,8 km
12. Etappe | 6. September | Mondoñedo – Faro de Estaca de Bares. Mañón | 181,1 km
13. Etappe | 7. September | Candás. Carreño – Valle de Sabero. La Camperona | 174,8 km (Bergankunft)
14. Etappe | 8. September | Cistierna – Les Praeres. Nava | 171 km (Bergankunft)
15. Etappe | 9. September | Ribera de Arriba – Lagos de Covadonga | 178,2 km (Bergankunft)
Ruhetag     | 10 September
16. Etappe | 11. September | Santillana del Mar – Torrelavega | 32 km
17. Etappe | 12. September | Getxo – Balcón de Bizkaia | 157 km (Bergankunft)
18. Etappe | 13.September | Ejea de los Caballeros – Lleida | 186,1 km
19. Etappe | 14. September | Lleida – Andorra. Naturlandia | 154,4 km (Bergankunft)
20. Etappe | 15. September | Andorra. Escaldes-Engordany – Coll de la Gallina. Santuario de Canolich | 97,3 km (Bergankunft)
21. Etappe | 16. September | Alcorcón – Madrid | 100,9 km

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