In Australien beginnt die Radsportsaison 2019. Die Tour Down Under ist der Auftakt der World Tour und führt über sechs Etappen. Das Rennen startet am 15. Januar in North Adelaide und endet am 20. Januar am Willunga Hill. Bereits zwei Tage vor dem Start der Rundfahrt wird das “Down Under Classic” Kriterium ausgetragen, das aber nicht zur Wertung der Rundfahrt zählt und auch kein offizielles UCI-Rennen ist.

Die Santos Tour Down Under bietet einen ausgewogenen Parcours, bei dem vor allem die Sprinter und Puncheure ihre Chancen bekommen. So lockt das Rennen in jedem Jahr prominente Sprinter nach Australien. Für 2019 sind beispielsweise Caleb Ewan, Peter Sagan, Daryl Impey, Daniel McLay, Max Walscheid, Danny van Poppel und auch Elia Viviani gemeldet.


 

Abwechslungsreicher Parcourus – Sprint zum Auftakt

Zum Auftakt wird ein Massensprint erwartet und die endschnellen Männer können sich gleich in Szene setzen. Am zweiten Tag geht es im Finale leicht bergauf und so wird ein ordentlicher Punch nötig sein. Am welligen dritten Tag sind verschiedene Szenarien möglich und am vierten Tag dürfte der letzte Anstieg vor dem Ziel für größere Verschiebungen in der Gesamtwertung sorgen. Am fünften Renntag bekommen wohl erneut die Sprinter ihre Chance, ehe am es am Schlusstag zum Showdown am Willunga Hill kommt.

 

Entscheidung am Willunga Hill

Die Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg wird erst auf den letzten Kilometern fallen. Denn das Ziel liegt am Gipfel des Willunga Hill. Der knapp drei Kilometer kurze, aber im Schnitt 7% steile Anstieg ist eines der Wahrzeichen des Rennens. Den Strava-KOM hält Richie Porte (6:39 min). Der Australier hat an diesem Anstieg bei der Tour Down Under bereits fünf Mal gewonnen. Zuletzt im vergangenen Jahr. Für Fans und Fahrer ist dieser Anstieg eines der Highlights des Rennens. Mit der Platzierung am Schluss der Rundfahrt hat man dieser Etappe noch etwas mehr Würze gegeben.

“Die Art des Rennens mag ich sehr”, sagt Nathan Haas vom Team Katusha-Alpecin über das erste World-Tour-Rennen der Saison. “Sie halten die Etappen unter 160 Kilometer, die Landschaft ist herrlich, das Wetter großartig. Aber was ich wirklich mag, ist: dass es ein echtes Radrennen ist. Es geht um Zwischensprints, es gibt Bergankünfte, man darf auf der Windkante keine Zeit verlieren, nie unaufmerksam sein – es ist ‘pure Racing’, ” so der Australier.

 

Früher Saisonstart und Zeit zur Anpassung

Für die meisten Teilnehmer bedeutet die Rundfahrt einen frühen Saisonstart und eine lange Reise. Während der australische Sommer zu Radfahren bei herrlichem Wetter einlädt, haben einige Fahrer mit Jetlag zu kämpfen. So reisen die meisten Fahrer rund eineinhalb Wochen vorher an, um sich anzupassen. Andere Fahrer, wie etwa die Profis des AG2R-Teams, sind schon im alten Jahr angereist und haben ein Trainingslager hinter sich. Katusha-Alpecin-Sprinter Marco Haller ist ebenfalls früh angereist und hat bereits erfolgreich an Kriterien teilgenommen.


 

Wichtiger Auftakt

Für die Australier im Peloton wie Nathan Haas, Heinrich Haussler, Richie Porte oder Caleb Ewan ist das Rennen natürlich von besonderer Bedeutung, aber alle Mannschaften wollen möglichst gut in die Saison starten und World-Tour-Punkte holen.

“Für mich ist es etwas ganz Besonderes, bei der Tour Down Under zu starten, das gibt mir Extra-Energie”, sagt Haas. “Es ist wo ich herkomme, mein Heimrennen und ein ganz besonderes Gefühl, vor unseren Supporters zu fahren, die uns das ganze Jahr über unterstützen”, schwärmt Nathan Haas. “So ist es für uns Australier auch die Gelegenheit, etwas zurückzugeben – für unsere Supporter, unsere Familie und alle die uns unterstützt haben, aber nicht oft im Jahr sehen”.


–> Interaktive Karte: Alle World Tour Rennen der Saison 2019

Neustart für Sprinter 

Vor allem für die Sprinter, die das Team gewechselt haben, heißt es nun, den neuen Sprintzug unter Wettkampfbedingungen zu testen. Caleb Ewan will bei seinem neuen Team Lotto-Soudal durchstarten. Auch Phil Bauhaus, der gemeinsam mit Marcel Sieberg zum Team Bahrain-Merida gewechselt ist, will möglichst gut in die Saison starten.

 

Die Favoriten

In den Top-Positionen der Ergebnisliste von 2018 finden sich auch die Favoriten für 2019. Richie Porte, nun Kapitän bei Trek-Segafredo, würde gern seinen zweiten Gesamtsieg einfahren. Dazu zählen Wout Poels (Sky) und Michael Woods (EF Education First) zu den Favoriten. Ihnen liegt der Anstieg zum Willunga Hill ebenfalls sehr gut. Titelverteidiger Daryl Impey (Mitchelton-Scott) ist sicher ebenfalls top motiviert, und George Bennett (Jumbo-Visma) würde bei seiner Heimrundfahrt sicher auch gern glänzen. Beim ersten Rennen der Saison muss man abwarten, wie gut die Fahrer aus den Trainingslagern der Vorbereitung gekommen sind. 

 

Update(14.Januar): Die 1. & 2. Etappe wurden wegen Wind und Hitze verkürzt.

Offizielle Website: tourdownunder.com

Startliste bei PCS

Die letzten 5 Sieger:
2018 | Daryl Impey
2017 | Richie Porte
2016 | Simon Gerrans 
2015 | Rohan Dennis
2014 | Simon Gerrans


Die Etappen der Santos Tour Down Under

Etappe 1 | North Adelaide – Port Adelaide | 132,4 
Profil der 1. Etappe der Tour Down Under 2019
Karte der 1. Etappe der Tour Down Under 2019