Elia Viviani (Deceuninck-Quick-Step) hat das Cadel Evans Great Ocean Road Race 2019 gewonnen. Der Italiener setzte sich in Geelong nach 164 Kilometern im Sprint vor Caleb Ewan (Lotto-Soudal) durch. Dritter wurde Tour-Down-Under-Sieger Daryl Impey (Mitchelton-Scott).

Viviani bekam den Sprint von seinem Teamkollegen Michael Morkov perfekt angezogen. Er wartete lange ab, eröffnete rund 200 Meter vor dem Ziel den Sprint und holte sich mit einem Top-Speed von 75,2 km/h souverän den Sieg. Caleb Ewan war an Vivianis Hinterrad zwar perfekt positioniert, konnte aber nicht vorbeisprinten.

“Ich wusste, dass viele versuchen werden mich abzuhängen, aber wir sind ruhig geblieben und haben es clever gemacht. Michael (Morkov) ist ein herausragendes Lead-Out gefahren”, so Viviani nach dem Rennen. “Ich mag dieses Rennen sehr. Ich mag die Strecke, weil sie allen Fahrertypen eine Chance gibt, und ich wollte unbedingt gewinnen. Wir sind mit vier Fahrern auf den letzten Kilometer gegangen, was sehr wichtig war. Michael war stets an meiner Seite. Ich wollte den zweiten Platz des Vorjahres korrigieren, das erreicht zu haben, freut mich sehr”, erklärte Elia Viviani nach seinem 70. Profisieg.


 

Erfolglose Attacken

Lange Zeit bestimmten Ausreißer das Rennen. Kurz nach dem Start hatten sich die Australier Nathan Elliott und Carter Turnbull gemeinsam mit Laurens De Vreese (Astana) vom Feld abgesetzt. Die Gruppe fiel recht weit vor dem Ziel auseinander und aus dem Feld griff De Vreeses Teamkollege Davide Ballerini an und schloss zur Spitze auf. Doch das Feld kontrollierte das Rennen und holte die Ausreißer zurück.

Im Finale gab es mehrere Attacken und auch Richie Porte (Trek-Segafredo) versuchte den Sprint zu vermeiden. Doch am Ende sorgten die Sprinterteams dafür, dass es doch zum Sprint eines reduzierten Feldes kam.

Bester Deutscher war Nico Denz (Ag2R) auf Platz 20, der damit noch wichtige Ranglisten-Punkte einfuhr.