Am Ende der letzten Februar-Woche beginnt die Klassiker-Zeit. Das „Opening Weekend“ mit Omloop Het Nieuwsblad am Samstag und Kuurne-Brüssel-Kuurne am Sonntag läutet traditionell die Zeit der großen flämischen Rennen ein. Erst seit 2017 gehört der Omloop Het Niewsblad zur World Tour, hat für Fans und Fahrer aber schon immer eine große Bedeutung. 

„Die Fahrer haben unterschiedliche Vorbereitungen absolviert und sind verschiedene Rennen gefahren. Am Samstag kommen sie nun alle zusammen“, erklärt Katusha-Alpecin Sportdirektor Dirk Demol mit Blick auf die Klassikerspezialisten. Der Omloop Het Nieuwsblad wird zeigen, wer bereits in Klassiker-Form ist.


 
Klassischer Parcours, anderes Finale

Am Charakter des Rennens wird sich nichts ändern. Auf den 200 Kilometern müssen insgesamt 13 Hellinge und neun Pflastersektoren bewältigt werden. Ändern wird sich das Finale. Der Molenberg wird erst 40 Kilometer vor dem Ziel erklommen. So rückt die Passage näher ans Ziel und könnte Ort für eine Vorentscheidung sein. In der Anfahrt zum Molenberg geht es 2019 über den Pflastersektor Mater.  

Nach dem Berendries geht es über Lierde auf direktem Weg zur Muur von Geraardsbergen. Damit verläuft die Strecke über den Elverenberg und nicht über Valkenberg und Tenbosse. Am Helling-Doppel Muur & Bosberg wird wohl eine Vorentscheidung fallen. Vom Gipfel der Muur sind es weiterhin rund 16km bis zum Ziel. 

Auch wenn die meisten Fahrer das Terrain bereits kennen, haben sich alle Mannschaften die Strecke noch einmal angeschaut. „Mitte Januar waren wir mit einem Großteil der Mannschaft hier und haben uns die Strecken vom Omloop Het Nieuwsblad,  E3 Harelbeke und Dwars door Vlaanderen angeschaut“, so Demol.

 

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Profil des Omloop Het Nieuwsblad 2019
Die Hellinge

 1. Leberg 
 2. Den Ast 
 3. Katteberg 
 4. Leberg 
 5. Rekelberg 
 6. Valkenberg
 7. Wolvenberg 
 8. Molenberg 
 9. Leberg 
10. Berendries 
11. Elverenberg
12. Muur van Geraardsbergen
13. Bosberg 

Die Pflasterpassagen:

1. Haaghoek 
2. Huisepontweg 
3. Holleweg
4. Haaghoek
5. Paddestraat
6. Ruiterstraat
7. Kerkgate
8. Jagerij
9. Haaghoek

 

Die Favoriten

Vor dem ersten Klassiker der Saison ist schwer abzusehen, wer zu den Favoriten gehört. „Erst am Samstag werden wir sehen, wer bereits stark ist und wer noch nicht“, erklärt Demol. Greg van Avermaet, der sowohl 2016, als auch 2017 das Rennen gewann, scheint bereits in guter Form zu sein. Sowohl im Oman, als auch bei der Valencia-Rundfahrt fuhr er stark.

Mit Titelverteidiger Michael Valgren ist sicher erneut zu rechnen und Deceuninck-QuickStep steht bei den flämischen Rennen auch immer gut vorbereitet und top motiviert am Start. Noch am Sonntag zeigte Zdenek Stybar bei der Algarve-Rundfahrt, dass er bereits in guter Form ist. 

Zum Favoritenkreis zählen einige Fahrer: Niki Terpstra, Arnaud Demare, Jasper Stuyven, Wout van Aert, Sep Vanmarcke, Jürgen Roelandts, Alexey Lutsenko, Yves Lampart, … .“Es gibt so viele, die in Ninove gewinnen können“, erklärt Demol. „Ich denke an Zdenek Stybar, Michael Valgren, Alexey Lutsenko und natürlich die Belgier: Yves Lampaert, Oliver Naesen und Greg Van Avermaet. Aber diese Liste kann man noch verlängern“, so Demol.

Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf dem endschnellen Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) und Klassikertalent Nils Politt. Politt hat spätestens mit seinem siebten Platz bei Paris-Roubaix 2018 gezeigt, über welche Qualitäten er für die schweren Pflasterrennen verfügt. Politt hat sich gut auf die Klassiker vorbereitet und schon bei der Algarve-Rundfahrt im Zeitfahren gezeigt, dass er gut in Form ist. Ein Defekt hatte ihn da ein Top-5-Ergebnis gekostet.

„Wir sind Außenseiter“, sagte Demol. „Aber das heißt nicht, dass wir keine wichtige Rolle spielen können. Ich möchte unsere Trikots im Finale in einer prominenten Rolle sehen“, so der Sportdirektor. Neben Politt ist auch Neuzugang Jens Debusschere dabei, der über eine größere Endschnelligkeit verfügt. So wird wird es auch vom Rennverlauf und der Taktik abhängen, welche Rolle Politt spielen kann.

***** Greg van Avermaet, Matteo Trentin
**** Tiesj Benoot, Sonny Colbrelli, Sep Vanmarcke
*** Philippe Gilbert, Tim Wellens, Zdenek Stybar, Dylan van Baarle
** Michael Valgren, Jasper Stuyven, Oliver Naesen, Wout van Aert, Michael Matthews, Alexey Lutsenko
* Magnus Cort, Edward Theuns, Pascal Ackermann, Jasper Philipsen, Niki Terpstra, Arnaud Demare


Links zum Rennen:

die offizielle Starliste | bei PCS

die Website des Rennens

offizielle Hashtag #OHN19


 
Interaktive Karte: Die Rennen der World-Tour-Saison 2019

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