Immer wieder zerfiel das Feld auf der 138,5 Kilometer langen Etappe in mehrere Gruppen. Heftiger Wind machte das Teilstück mit Start und Ziel in Saint-Germain-en-Laye zu einem extrem schweren Rennen. Am Ende ging ein etwa 80 Fahrer großes Feld geschlossen auf die letzten 1000 Meter und im Sprint setzte sich Dylan Groenewegen (Jumbo-Visma) knapp vor Caleb Ewan (Lotto-Soudal) durch. Dritter wurde Fabio Jakobsen (Deceuninck-QuickStep). John Degenkolb (Trek-Segafredo) landete hinter Sam Bennett (Bora-hansgrohe) auf Rang fünf.

 

Jumbo-Visma stark, Groenewegen vollendet

Die Jumbo-Visma-Mannschaft zeigte ein starkes Rennen. In den schwierigen Windkanten-Situationen schaffte man es immer, vorn vertreten zu sein und Kapitän Groenewegen zu beschützen. Im Finale war man sogar mit sechs Fahrern vorn vertreten. So war man auch auf den letzten zwei Kilometern noch in der Lage, die Attacke von Philippe Gilbert (Deceuninck-QuickStep) zu neutralisieren und für den gewünschten Sprint zu sorgen. 

Groenewegen musste früh seinen Sprint eröffnen, konnte sich aber dennoch durchsetzen. Caleb Ewan war in seinem Windschatten perfekt positioniert, schaffte es aber nicht vorbeizufahren. So holt sich Groenewegen seinen dritten Saisonsieg und übernimmt die Führung in der Gesamtwertung.

 

Ausreißer früh eingeholt, Kittel & Cavendish abgehängt, Matthews gestürzt

Die Ausreißergruppe des Tages bildeten Damien Gaudin (Direct Energie), Amael Moinard (Arkea-Samsic) und Romain Combaud (Delko Marseille Provence). Sie hatten sich früh abgesetzt, wurden aber bereits 40 Kilometer vor dem Ziel vom Feld eingeholt. Gaudin holte sich die erste Bergwertung und attackierte dann auch kurz vor der zweiten aus dem Feld und sicherte sich so das Bergtrikot. 

Als das Feld rund 30 Kilometer vor dem Ziel in mehrere Gruppen zerfiel, konnten sich auch einige Sprinter nicht vorn halten. Sowohl Marcel Kittel (Katusha-Alpecin), als auch Mark Cavendish (Dimension-Data) mussten die erste Gruppe ziehen lassen. 

In einen der zahlreichen Stürze war auch Sunweb-Kapitän Michael Matthews verwickelt. Der Australier musste das Rennen in Folge des Sturzes aufgeben.

 

Lopez, Konrad und Chaves verlieren Zeit

Auch einige der Top-Favoriten auf den Gesamtsieg der Fernfahrt mussten Zeitverlust hinnehmen. Miguel Angel Lopez (Astana), Esteban Chaves (Mitcehlton-Scott) und auch Patrick Konrad (Bora-hansgrohe) büßten rund eine Minute auch. Auch Titelverteidiger Marc Soler (Movistar) kassierte 63 Sekunden Rückstand auf die erste Gruppe. 

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