Nach zwei von starkem Wind geprägten Etappen kam es am dritten Tag der 77. Fernfahrt Paris-Nizza zum ersten Massensprint. Nach 200 Kilometern von  Cepoy nach Moulines/Yzeure setzte sich Bora-hansgrohe-Sprinter Sam Bennett vor Caleb Ewan (Lotto-Soudal) durch. Dritter wurde Fabio Jakobsen (Deceuninck-QuickStep).

“Ich hatte in den vergangenen zwei Tagen wirklich schlechte Beine, aber heute waren sie besser”, so Tagessieger Bennett nach dem Rennen. “Das war heute ein einfacherer Tag”, sagte Bennett zum Rennverlauf. Zwar lief das Rennen mit einer kleinen Ausreißergruppe und weniger Seitenwind deutlich kontrollierter, doch im Finale wurde es erneut hektisch.

 

Sky versucht erneut das Feld zu sprengen

Das Feld ging geschlossen auf die letzten Kilometer zum Ziel, doch dann versuchte die Sky-Equipe erneut, bei Seitenwind das Feld zu sprengen. Luke Rowe ging wie schon am Tag zuvor rund fünf Kilometer vor dem Ziel mit seinen Teamkollegen Egan Bernal und Michal Kwiatkowski an die Spitze und “setzte das Feld auf die Kante”. Zwar riss es kurzzeitig, aber rund zwei Kilometer vor dem Ziel war das Feld wieder geschlossen, aber langgezogen.

 

Bennett mit dem richtigen Hinterrad & gutem Timing

Das Team Groupama-FDJ führte das Feld auf die letzten 1000 Meter zum Ziel. Sam Bennett wurde von seinen Teamkollegen nach vorn gebracht und der Ire ging ans Hinterrad von Alexander Kristoff (UAE), der direkt hinter Arnaud Demare (Groupama-FDJ) fuhr. Als Mike Teunissen (Jumbo-Visma), der für Dylan Groenewegen vorbereiten wollte, etwa 300 Meter vor dem Ziel von hinten kam, zögerte Bennett nicht und ging sofort an dessen Hinterrad. Aus dem Windschatten heraus holte er sich den Sieg. 

“Es war heute die letzte Sprintchance für mich. Auf dem letzten Kilometer haben mich die Jungs gut in Position gebracht – das war ein Teamerfolg”, so Bennett. “Es ist sehr starke Konkurrenz hier am Start, genau wie vergangene Woche (Anmerk. bei der UAE-Tour) und ich habe gezeigt, dass ich konkurrenzfähig bin. Darauf bin ich sehr stolz und dankbar, wie das Team für mich arbeitet”, so Bennett.

André Greipel (Arkea-Samsic) war als 14. bester Deutscher.


 Groenewegen bleibt in Gelb, Kwiatkowski holt auf

In der Gesamtwertung bleibt Dylan Groenewegen vorn. Doch Michal Kwiatkowski (Sky) holte sich erneut Bonussekunden bei den Zwischensprints und liegt nur noch sechs Sekunden hinter dem Gelben Trikot. Gesamtdritter ist Luis Leon Sanchez (Astana). 

 


Die weiteren Etappen:

Mittwoch, 13. März, Etappe 4: Vichy – Pélussin, 210,5 km
Profil der 4. Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza 2019