Nach dem Ziel gab es für Elia Viviani (Deceuninck-QuickStep) von Peter Sagan (Bora-hansgrohe) einen Handkuss, wohl als Zeichen der Anerkennung. Der Italienische Meister hatte sich im Sprint souverän gegen Sagan durchgesetzt und seinen vierten Saisonsieg eingefahren. Dritter wurde nach 226 Kilometern von Pomarance nach Foligno Fernando Gaviria (UAE).

Im winkligen Finale hatte sich Sagan eine gute Position erobert und eröffnete rund 200 Meter vor dem Ziel den Sprint. Doch Viviani war an seinem Hinterrad und hatte keine große Mühe vorbeizuziehen. 

“Ich sage immer, dass Peter (Sagan) ein Mann ist, mit dem zu rechnen ist und auf den man achten sollte”, so Viviani nach dem Rennen. “Das war ein chaotischer Sprint. Ein kniffliges Finish und alle wollten in Position sein, auch die Klassementfahrer wollten vorn sein. Als das Tempo etwas raus war, sind wir vor und dann war das Feld ab 500 Meter vor dem Ziel eine Reihe.  Sagans Hinterrad ist eine gute Position und ich wusste, dass ich am Ende wohl schneller sein werde”, so Viviani, der sich sehr über den Sieg freute. “Das war die erste richtig lange Etappe der Saison. Einen Sprint nach 180 Kilometern zu gewinnen ist etwas anders, als nach 230 Kilometern bei Tirrenio-Adriatico”, so Viviani.

In der Gesamtwertung ändert sich wenig. Es führt weiter Adam Yates (Mitchelton-Scott) vor seinem Teamkollegen Brent Bookwalter und Primoz Roglic (Jumbo-Visma).


 

Ausreißer ohne Chance

Kurz nach dem Start hatte sich die Ausreißergruppe des Tages formiert. Stepan Kurianov (Gazprom-RusVelo), Natnael Berhane (Cofidis), Mirco Maestri (Bardiani-CSF), Sebastian Schönberger (Neri Sottoli-Selle Italia), Alessandro Tonelli (Bardiani-CSF) und Alexander Cataford (Israel Cycling Academy) fuhren schnell einen kleinen Vorsprung heraus.

Im Feld kontrollierten die Teams der Sprinter und hielten die Ausreißer an der kurzen Leine. Erst vier Kilometer vor dem Ziel waren die Ausreißer gestellt und die Team bereiteten den Sprint vor. 

 


Die weiteren Etappen

Etappe 4 | Foligno – Fossombrone) | 223 km
Tirreno-Adriatico 2019 – Profil der 4. Etappe