Erst seit 2017 gehört der Halbklassiker zur World Tour, hat aber eine lange Tradition. In diesem Jahr findet bereits die 74. Auflage des Rennens statt. Im vergangenen Jahr hat das Rennen einen neuen Platz im Rennkalender bekommen und man hat auch die Strecke angepasst. Das Rennen wechselte vom Mittwoch vor den Rennen E3-Harelbeke und Gent-Wevelgem auf den Mittwoch unmittelbar vor der Flandern-Rundfahrt. Wegen des neuen Termins hat man die Strecke  etwas verkürzt.

Statt mehr als 200 Kilometern sind es nun „nur“ noch rund 180 km. Das Finale des Rennens bleibt erhalten, aber im Streckenverlauf gab es einige Veränderungen. So wurde das Helling-Doppel Oude Kwaremont und Paterberg gestrichen.



 

Es bleibt ein schweres Rennen, mit elf Anstiegen und drei schweren Pflasterpassagen. “Das ist für mich ein ganz besonderes Rennen”, sagte Jens Debusschere vom Team Katusha-Alpecin. “Das ist mein Heimrennen, ich lebe in Waregem und natürlich bin ich stets top motiviert”, so Debusschere, der das Rennen 2016 gewann. “Auch wenn ich es bereits gewonnen habe, bleibt es für mich ein großartiges Rennen für das ich top motiviert bin”, so der endschnelle Debusschere, der nach Platz 10 bei Gent-Wevelgem erneut zum Favoritenkreis gehört, sollte es zum Sprint einer Gruppe kommen.

Ein Teil der Klassikerspezialisten legt vor der Ronde van Vlaanderen (am Sonntag 7. April) eine Pause ein, doch viele nutzen Dwars door Vlaanderen zur Vorbereitung und als letzten Test. Der Verlauf des Rennens ist schwer vorherzusehen, 

 

Die Strecke

Das Profil von Dwars door Vlaanderen 2019

Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Strecke kaum verändert. Vom Start geht es zunächst nach Nordosten und anschließend gen Südosten in Richtung flämische Ardennen. Nach rund 80 Kilometern beginnt die Kletterei. In einer kleinen Schleife folgt Helling auf Helling. Spätestens am Taaienberg, 51 Kilometer vor dem Ziel, wird wohl das Finale eröffnet. 

Die endgültige Entscheidung dürfte wohl wieder auf den letzten Kilometern fallen. Dann stehen mit Vossenhol, Holstraat und Nokereberg die letzten Hellinge des Rennens an. Vom Nokereberg sind es nur noch neun Kilometer bis ins Ziel.

Für Mittwoch sind kühle neun Grad und Regen vorhergesagt. Das dürfte das Rennen zusätzlich schnell und schwer machen. Gut möglich, dass sich bereits weit vor dem Ziel das Feld ausdünnt und im Finale nur eine kleine Gruppe um den Sieg kämpft.

 

Die Favoriten

In der Vergangenheit war “Waregem”, wie das Rennen bei den Fahrern genannt wird, vor allem für die Fahrer aus der “zweiten Reihe” eine gute Chance, sich auszuzeichnen. Dennoch finden sich große Namen in der Siegerliste. In den vergangenen beiden Jahren nutzte Yves Lampaert seine Chance perfekt und holte sich jeweils den Sieg. Bei der starken Deceuninck-QuickStep-Mannschaft war Lampaert in der Vergangenheit bei den ganz großen Rennen meist in der Helferrolle, hat sich aber auch durch seine Auftritte bei Dwars door Vlaanderen für höhere Aufgaben empfohlen. 

Zu den großen Favoriten gehören neben Lampaert Fahrer wie Oliver Naesen, Tiesj Benoot, Mike Teunissen, Jasper Stuyven, Mathieu van der Poel, Niki Terpstra oder Sonny Colbrelli. Doch auch Nils Politt und Pascal Ackermann sollte man auf dem Zettel haben. 

***** Mathieu Van Der Poel, Oliver Naesen, Mike Teunissen
**** Yves Lampaert, Tiesj Benoot, Niki Terpstra
*** Jasper Stuyven, Alberto Bettiol, Alejandro Valverde
** Matej Mohoric, Florian Senechal, Pascal Ackermann, Luke Rowe, Alvaro Hodeg, Nils Politt
* Edvald Boasson Hagen, Fernando Gaviria, Alexander Kristoff, Jens Debusschere

(vorläufige) offizielle Startliste hier

Start: 12:15 Uhr
Ziel: ~16:45