Pascal Ackerman (Bora-hansgrohe) hat seinen zweiten Giro-Etappensieg eingefahren. Der Deutsche Meister setzte sich im strömenden Regen nach 140 Kilometern von Frascati nach Terracina im Massensprint durch. Zweiter wurde Fernando Gaviria (UAE). Arnaud Démare (Groupama-FDJ) sprintete auf Rang drei.

„Für mich war es ein zweifacher Sprint. Ich musste etwa 250 Meter vor dem Ziel bremsen, aber dann war Gaviria zum Glück der perfekte Lead-Out-Mann für mich. Ich bin einfach glücklich”, so Ackermann im Ziel. “Es war den ganzen Tag gefährlich, mit dem Regen und man hat kaum etwas gesehen, im Feld. Ich war froh, als ich gestern das Ciclamino zurückbekommen haben und hoffe, dass ich in diesem Trikot weiter erfolgreich sein kann”, so Ackermann.

Zeit gestoppt, Sprinter gefordert

Aufgrund des schlechten Wetters hatte die Jury bei der ersten Zielpassage, etwa neun Kilometer vor Ende, die Zeit für die Gesamtwertung gestoppt. So konnten die Klassementfahrer auf den letzten Kilometern locker ins Ziel rollen, während die Sprinter um den Tageserfolg kämpften. Das Team Groupama-FDJ führte das Feld auf die letzten 1000 Meter. Rüdiger Selig brachte Pascal Ackermann gut in Position, sodass dieser sich direkt ans Hinterrad von Fernando Gaviria heften konnte, als der Kolumbianer etwa 300 Meter vor dem Ziel antrat. Ackermann wartete in Gavirias Windschatten lange ab, zog auf den letzten Metern vorbei und holte sich seinen zweiten Grand-Tour-Etappensieg.

 

Keine Änderungen an der Spitze der Gesamtwertung

In der Gesamtwertung gab es in den ersten Positionen keine Veränderungen. Alle im Rennen verbliebenen Favoriten auf den Gesamtsieg gehörten zum Feld, als die Zeit gestoppt worden ist. Primoz Roglic bleibt damit in Rosa.

 

Fünf Ausreißer

Die Ausreißergruppe des Tages bildeten Louis Vervaeke (Team Sunweb), Umberto Orsini (Bardiani-CSF), Enrico Barbin (Bardiani-CSF), Ivan Santaromita (Nippo Vini Fantini-Faizane) und Miguel Florez (Androni Giocattoli-Sidermec). Zunächst hatte sich auch Giulio Ciccone (Trek-Segafredo) vom Feld abgesetzt und gehörte zur kleinen Ausreißergruppe, aber er fiel nach wenigen Kilometern zurück ins Hauptfeld.

Das Feld hielt die Gruppe an der kurzen Leine und ließ sie nicht mehr als zwei Minuten weg. Im letzten Anstieg, etwa 52 Kilometer vor dem Ziel löste sich Louis Vervaeke von seinen Begleitern, sammelte die Bergpunkte ein und zog durch. Seine ehemaligen Begleiter wurden bereits rund 42 Kilometer vor dem Ziel vom Feld eingeholt. Vervaeke wurde 23 Kilometer vor dem Ziel gestellt.

 

Dumoulin gibt auf

Noch in der Neutralisation musste Tom Dumoulin (Sunweb) einsehen, dass es nicht geht. Der Niederländer hatte sich bei einem Sturz auf der vierten Etappe verletzt. Er war zwar zum Start der fünften Etappe erschienen, stieg aber nach wenigen Kilometern vom Rad.

 

Die Träger der Wertungstrikots:
Maglia Rosa: Primoz Roglic
Maglia Azzurra (Bergtrikot): Giulio Ciccone 
Maglia Ciclamino: Pascal Ackermann
Maglia Bianca: Miguel Ángel López

Das Profil der Etappe:

Profil der 5. Etappe des Giro 2019

 


Die weiteren Etappen

6. Etappe | 16. Mai | CASSINO – SAN GIOVANNI ROTONDO | 233 km  ***

Profil der 6. Etappe des Giro d’Italia 2019

 

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