Für den Großteil des Peloton geht es nur darum, sturzfrei durchzukommen und im Zeitlimit zu bleiben. Bei der relativ kurzen Distanz von 17 Kilometern und einer üppigen Karenzzeit dürften keinem Fahrer die Knie schlottern. Doch für gut ein Dutzend Fahrer heißt es auch am Schlusstag volle Konzentration und 100% Leistung. Victor Campenarts ist einer von ihnen, denn er gilt als Top-Favorit auf den Etappensieg. 

Auch die Fahrer in den Top-10 werden alles geben. Primoz Roglic will noch aufs Podium, Mikel Landa möglichst Rang drei verteidigen und Vincenzo Nibali Position zwei festigen. Leader Richard Carapaz hat das Rosa Trikot fest auf seinen Schultern, wird aber dennoch mächtig nervös sein. Er steht kurz vor dem größten Triumph seiner Karriere und könnte der Held seines Heimatlandes werden. Noch nie zuvor hat ein Ecuadorianer eine Grand Tour gewonnen! Mit 1:54 min Vorsprung muss er nur einen Sturz fürchten und wird deshalb kein unnötiges Risiko gehen.

 

Die Strecke

Der Parcours durch Verona ist durchaus anspruchsvoll. Es gibt einen Anstieg der 4. Kategorie und einige Kurven. 

Karte der 21. Etappe des Giro 2019
Profil des Torricelle Anstiegs

Die ersten Kilometer sind flach, dann geht es die 4,5 Kilometer lange Steigung hinauf und nach Norden aus der Stadt. In der Abfahrt gibt es einige Kurven. Etwa zwei Kilometer vor dem Ziel geht es über eine Etsch-Brücke zurück in die Innenstadt. Ab der Brücke geht es auch einige hundert Meter über Kopfsteinpflaster. Allerdings sehr glattes, gut verlegtes mit kleinen Steinen und somit kaum furchterregend. 

In einer Schleife geht es dann von Süden in Richtung Arena. Der Zielstrich ist direkt vor der Arena und die Fahrer können sich dann im Inneren feiern lassen.

Die letzten Kilometer des Giro 2019

 

Die Favoriten

Nachdem er den Tagessieg auf der neunten Etappe knapp verpasst hat und sich die vergangenen Tage nicht komplett verausgaben musste, ist Victor Campenaerts der große Favorit auf den Tagessieg. Fürchten muss er wohl am ehesten Primoz Roglic, der sich nach drei harten Wochen mit einem guten Zeitfahren zurück aufs Podium dieses Giro fahren möchte. Aber auch Jos van Emden sollte er nicht unterschätzen. Der Niederländer hat schon vor zwei Jahren die Schlussetappe des Giro gewonnen und damals Tom Dumoulin geschlagen.

Thomas de Gendt, Tom Bohli und Luke Durbridge gehören zum erweiterten Favoritenkreis. 

 

***** Victor Campenaerts 
**** Jos van Emden
*** Primoz Roglic
** Tom Bohli, Ion Izagirre, Thomas de Gendt
* Bob Jungels, Luke Durbridge, Chad Haga

 

Start 1. Fahrer: 13:45 Uhr
Start Richard Carapaz: 16:46 Uhr

Die Startzeiten aller Fahrer findest du hier