Am Ende der Tour gibt es einen Doppelsieg für die britische Ineos-Mannschaft. Egan Bernal siegt vor Geraint Thomas, sofern sie das Ziel ohne Rückstand erreichen, wovon man ausgehen darf. Nach Bradley Wiggins (2012), Chris Froome (2013, 2015, 2016, 2017) und Geraint Thomas (2018) feiert die Equipe den siebten Toursieg. Und das mit vier verschiedenen Fahrern. Sehr beeindruckend.

So dominant wie der Doppelsieg am Ende aussieht, war der Auftritt der Ineos-Equipe nicht. Aber verdient ist der Erfolg von Egan Bernal allemal. Er ist der erste Kolumbianer der die Tour de France gewinnt und auf ewig Nationalheld. Mit zarten 22 Jahren. Es bleibt zu hoffen, dass der frühe Erfolg keine Spuren hinterlässt.

Auf den ersten Kilometern der Schlussetappe von Rambouillet ins Zentrum von Paris, werden Bernal und seine Teamkollegen in die Kameras winken und den Fotografen mit Kaltgetränken zuprostet. Es ist die Tour d’Honneur, die sich alle Fahrer verdient haben, die es nach Paris geschafft haben. Doch ist der Rundkurs auf dem Champs Élysées erreicht, beginnt ein richtiges Radrennen.

Für die Sprinter ist es eine sehr wichtige Etappe. Wer hier gewinnt, hat die Tourbilanz mehr als nur aufgebessert. Es ist ein Prestige-Erfolg, der für die Ewigkeit bleibt. Welcher Sprinter wird am Ende jubeln? Oder gibt es tatsächlich den ersten Ausreißererfolg in Paris seit 2005?

Die Strecke

Karte der 21. Etappe der Tour 2019

Zwei Bergwertungen gibt es auf dem Kurs vom Ramboulillet nach Paris – mehr als zwei Chancen, die Mannschaftskasse aufzubessern sind das zwar nicht, aber vielleicht eine Gelegenheit das Rennen schon etwas früher zu beschleunigen.

56 Kilometer vor dem Ziel erreicht das Peloton den klassischen Rundkurs. Bei der ersten Zielpassage sind es noch acht Runden mit je 6,5 km Länge. Eine Sprintwertung gibt es auch, 38,5 km vor dem Ziel, aber im Kampf um Grün spielt sie keine Rolle mehr. Zu fest sitzt das Grüne Trikot auf den Schultern von Peter Sagan.

Die Favoriten

Es sind die Top-Sprinter, die hier die Favoriten sind. Es ist eine leichte Etappe, nur die letzten Kilometer werden schnell gefahren. So gehen die Sprinter recht frisch ins Finale. Es geht auf der Zielgeraden leicht bergan und auf dem Pflaster muss man die Power erstmal auf die Straße bringen. Da sind die etwas schwereren Fahrer im Vorteil.

Der Sprintzug ist von großer Bedeutung. Will man eine Chance auf den Sieg haben, muss man in der letzten links-rechts-Schikane recht weit vorn sein. Eine sehr erfahrene Leadout-Truppe wie Richeze und Morkov von Deceuninck-QuickStep kann sehr wertvoll sein.

Aber alle Mannschaften wissen, wie man hier fahren muss. Es zählt die Power und das Timing. So wird man wieder einen Sprint der Züge in diese Schikane sehen. Kristoff, Groenewegen, Greipel, Greipel – das sind die Sieger der vergangenen Jahre. 

***** Dylan Groenewegen
**** Elia Viviani, 
*** Alexander Kristoff, Caleb Ewan, Peter Sagan, 
** Michael Matthews, Matteo Trentin
* Andre Greipel, Sonny Colbrelli, Jasper Stuyven

Start: 18:05 Uhr
Ziel: ~21:30 Uhr